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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 115

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 115 (sequence 115)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8522-3484672
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Böhm 115 betreffen, auf den KKL überwälzen. Hier steht mehr auf dem Spiel als ein paar hundert oder tausend Pfund. Hier handelt es sich um die Frage der Fortführung der nationalen Kolonisationsarbeit, um das moralische Ansehen, die moralische Position, den ethischen Einfluß der jüdischen Arbeiterschaft, nicht nur in Palästina, nicht nur innerhalb unserer Bewegung, nicht nur in der Judenschaft, wo dadurch die Fonds schwer leiden würden, sondern auch in der ganzen Welt, da eine solche Praxis sowohl die gesamte Arbeiterbewegung, die heute ohnehin schwer zu kämpfen hat, als auch die jüdische Renaissanceidee diskreditieren müßte. Die Schaffung eines solchen Institutes wäre natürlich, wie es bei allen Hilfsinstitutionen des Aufbaus war, nur möglich durch Heranziehung palästinophilen Kapitals, wie es heute noch immer gefunden werden könnte. Ein letztes Mittel der Geldaufbringung, von dem in letzter Zeit reichlich Gebrauch gemacht worden ist, sind direkte Darlehen an die Vonds. Insbesondere hat es sich erwiesen, daß der Keren Kayemeth, der über 320.000 Dunam Boden verfügt, von Geldbesitzern als genügend vertrauenswert angesehen wird, um ihm ohne jede weitere Sicherheit Darlehen zu geben. Ob die Statuten des KKL im Hinblick auf Beleihungsmöglichkeit geändert werden sollen, wird seit einiger Zeit sehr ernst erwogen. Hieher gehört auch die Frage der Ausgabe von KKL-Obligationen und die einer KKL-Anleihe. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß Arlosoroff am XVII. Kongreß auf die Möglichkeit hingewiesen hat, den britischen Colonial Development Fund für gewisse große Siedlungsarbeiten, z. B. die Erschließung des Hulegebietes, zu interessieren. All diese Vorschläge sind auf Kongressen, Tagungen, Konferenzen seit fast i1/2 Jahrzehnten erwogen worden. Zahlreich sind die auf nahezu jedem Kongreß in dieser Materie beschlossenen Anträge und Resolutionen. Hier ist Neues weder vorzuschlagen, noch sollen die Protokolle um etliche Seiten Resolutionen vermehrt werden. Es handelt sich aur darum, daß die künftige Leitung ohne Unterlaß auf der Wacht sei, ob sich die ein:e oder andere Idee verwirklichen läßt. Vielleicht ist durch die deutschen Ereignisse jetzt die Möglichkeit einer Völkerbundanleihe näher gerückt als früher, vielleicht ist die Judenschaft heute mehr denn je disponiert, zu erkennen, daß der Zionismus die einzige Lösung der Judenfrage und seine Realisierung von unaufschiebbarer Dringlichkeit ist. Jedenfalls gilt es zu handeln, nicht zu reden über Dinge, die schon längst durchdacht sind. Im Zuge der Beschaffung von Mitteln für die nationale Kolonisation ist natürlich von wesentlicher Bedeutung, daß die Regierung dazu gebracht werde, aus den Mitteln der neuen Anleihe und aus ihren Ueberschüssen im Sinne des Mandates die jüdische Kolonisation zu fördern. Sie hat das nicht nur nie getan, sondern Mr. French hat ihr geraten, die von Ruppin vorgeschlagene Zinsengarantie für eine Agrarbank abzulehnen. Doch dies zu erörtern, ist — weil politischer Natur — nicht im Rahmen meines Referates gelegen. Jedenfalls: die Frage 8*

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