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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 110

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 110 (sequence 110)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8517-3484667
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HO ^. Kongreßsitzling: Referat über nationales Kapital aber erstens war das mehr oder minder zufällig, je nach den gerade angebotenen Grundstücken, zweitens nicht in arrondierten Gebieten. Wir müssen aber erstens in allen Distrikten kolonisieren und dies zweitens nur in sehr großen zusammenhängenden Siedlungsketten. Die Besetzung des Emek als wichtigste, ja einzige Querverbindung im Lande ist daher eine Tat von größter nationaler Bedeutung, sie wäre nie vom privaten Kapital geleistet worden, das zwar auch, allerdings nur bewegt vom Erwerbstrieb, nicht von höheren Gesichtspunkten, arrondiert — die Küstenzone —, aber an dieser haften geblieben ist. Ferner sind große neue Gebiete noch zu erschließen, wovon noch die Rede sein wird, und dies kann nur das nationale Kapital in planmäßiger Arbeit leisten. * Bodenpolitisch: Wir wissen, daß von dem ganzen jüdischen Bodeneigentum in Palästina noch nicht ein Viertel in privatem Besitz ist. Wird noch in Rechnung gestellt, daß unter privatem Bodenbesitz sich viele Terrains befinden, die von der ICA und PICA erworben wurden und erst dann zu billigsten Bedingungen in private Hände übergegangen sind, so wird klar, daß die Privatinitiative in der Geulath Haarez eine überaus bescheidene Rolle gespielt hat. Dafür aber ist sie schuld an den Orgien der Bodenspekulation, wie wir sie gerade jetzt wieder schaudernd erleben. Hier rächt es sich, daß der Keren Kayemeth nicht finanziell stark genug war und ist, vielleicht auch früher nicht der nötige Wille in seiner Leitung dazu bestand, am Rand der Städte rechtzeitig große Flächen Bodens zu erwerben. Schon bei der Gründung von Tel Aviv beging er den Fehler, Geld zum Privaterwerb von Boden zu leihen, wogegen in der entscheidenden AC-Sitzung 1908 sich nur zwei Stimmen erhoben hatten. Auch später wäre noch die Möglichkeit gewesen vorzusorgen. Keineswegs ist es aber ein einleuchtendes Argument für die Ueberlegenheit der Privatwirtschaft^ wenn von ihren Verfechtern gerühmt wird, Tel Aviv sei ohne Eingreifen des nationalen Kapitals groß geworden. Man müßte erwidern: Wie groß könnte Tel Aviv heute sein, wenn sein Boden nicht ein paar Pfund für den Quadratmeter kostete, sondern in billiger Erbpacht gegeben werden könnte! Tel Aviv hätte dann heute vielleicht schon 100.000 Einwohner und die niedrigen Mieten und Lebenskosten würden für die Gesamtwirtschaft des Landes ein Segen sein. Andererseits hätte der KKL bedeutende Pachteinnahmen aus seinem Besitz und könnte damit weitere Flächen kaufen. Hier müssen wir de Lieme's gedenken, der schon 1920 empfohlen hat, städtische Bodenkaufspolitik durch den KKL zu treiben. Im Prinzip sei aber nochmals eindringlich vor der falschen Prämisse gewarnt, die Entwicklung von Tel Aviv zeige, daß ohne Einwirkung nationalen Kapitals gesunde wirtschaftliche Verhältnisse geschaffen werden könnten. In kurzer Zeit wird es sich erweisen, wie segensreich für eine dichte und wirtschaftlich gesunde Ansiedlung städtischer Terrains der Kauf der Haifa Bay-Böden durch den KKL war. Heute schon kann man gewisse Vergleiche anstellen: Während in Tel Aviv eine Fabriksgrün-

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