Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 111)
- Language
- German, English, Hebrew
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Böhm III dung schon mit 2000 Pfund für den Dunam-Boden rechnen muß, ist sie auf KKL-Boden in der Haifa-Bay möglich gegen Zahlung einer geringen Jahrespacht von etwa 2.50 Pfund per Dun am. Finanzpolitisch: In Bezug auf die Finanz- und Kreditinstitute ist z^t wiederholen, was schon eingangs erwähnt wurde, daß sie, soweit sie jüdisch sind, zum überwiegenden Teil ihre Entstehung und ihr Kapital nicht der privatwirtschaftlichen Initiative verdanken, sondern nationalen Kreisen. Wenn wir daher die Leistungen des nicht privatwirtschaftlich gerichteten Kapitals aufzählen, so müßten jene all dieser Institutionen für Landwirtschaft, Industrie, Kreditwesen, Bau usw. eingeschlossen,, das heißt, es müßte fast das ganze Aufbauwerk rekapituliert werden. Arlosoroff hat darüber in seinem Referat am letzten Kongreß ausführlich gesprochen. Wir können uns daher auf die nationalen Fonds beschränken. Es muß aber besonders angemerkt werden, daß die Palestine Land Development Co., die den Großteil aller jüdischen Bodenerwerbungen in den letzten zwanzig Jahren getätigt hat, ausschließlich aus Mitteln der Organisation und von Zionisten, die keinerlei geschäftliches Interesse mit dem Erwerb von Aktien verbanden, gegründet worden ist. Siedlungs-politisch: Die Ausdehnung der privaten Orangenpflanzungen ist unabhängig vom nationalen Kapital erfolgt und damit Großes geleistet worden. Aber wenn wir vom nationalen Gesamtinteresse ausgehen, so ist dieses lange noch nicht damit befriedigt, daß die jüdische Zitrusproduktion rasch steigt, hunderte Pflanzer und über 10.000 Arbeiter in der Orangenzone sich finden. Wenn wir selbst annehmen wollen, daß keine Absatzkrise eintreten wird — trotz der sprunghaften Vermehrung der Produktion und ob zwar noch immer nicht einmal die jüdischen Pflanzer für Verkauf, Typisierung usw. in einem Block zusammengeschlossen sind, obzwar ferner die brennende Frage der englischen Zölle nach wie vor auf dem toten Punkt steht — so ist in der privaten Pflanzungszone jene Siedlungsdichte, die im nationalen Interesse geboten ist, nicht erreicht. Auf der großen Fläche von heute (vielleicht schon 120 bis 140.000 Dunam jüdischer Pflanzungen)^ könnten bei Zugrundelegung von 15 Dunam per Familie 8000 bis 9000 Familien leben, und zwar als selbstgenügsame Siedler, indes nach dem Ergebnis des letzten Zensus (1621 Eigner von Orangenpflanzungen) plus dem schätzungsweisen Zuwachs keine 1700 Eigenbesitzer auf diesem Boden sitzen. Ein der Gegnerschaft gegen die private Kolonisation unverdächtiger Fachmann, Moses Smilansky, schrieb vor zehn Monaten in Nr. 25 von Boust'nai (vom 5. Oktober 1932) über diese Frage, daß für eine Familie in dieser Zone sogar 10 Dunam genügen und jede Ansiedlungsfamilie die Existenz von zwei weiteren ermöglicht, das wären 15 Seelen auf jede 10 Dunam. Er fährt daher fort: „Auf hunderttausend Dunam Pardess, die in unserem Besitz sind» könnten bei voller Fruchttragung 150.000 Seelen existieren und wenn wir weitere 100.000 Dunatp^ pflanzen, so können weitere 150.000 Seelen darauf existieren." Hier gibt der Führer der privaten Pflanzer ungewollt ein Kronzeug-