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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 106

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 106 (sequence 106)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8513-3484663
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106 ^. Kongreßsitzung: Referat über nationales Kapital verwendet, nachzuweisen, daß man das Land nicht mit Spendenmitteln aufbauen könne, als ob jemals irgend einem Zionisten solch ein grotesker Gedanke gekommen wäre. Schon am 13. Kongreß (1923), also vor 10 Jahren, ist eine Resolution angenommen worden des Inhalts, daß die Spendenmethode nicht die zentrale Finanzierungsmethode des Kolonisation werkes sein kann. Der Grundgedanke, der sich wie ein roter Faden durch alle Pläne gezogen hatte, war vielmehr, daß durch Beschaffung großer Mittel auf einen Schlag ein System von Finanz-Institutionen unter nationaler Kontrolle geschaffen. wird und in diesem System die Fonds nur die Aufgaben nichtgeschäftlicher Natur übernehmen. Zweitens wird nicht unterschieden zwischen der Funktion des nationalen Kapitals im Aufbauwerk und der Art, in welcher es infolge der in der Bewegung herrschenden Machtverhältnisse angewendet wird. Man setzt nationales Kapital fälschlich gleich Arbeiterwirtscbaft, weist darauf hin, wieviel der Arbeiterschaft von den nationalen Fonds zugute gekommen ist. Man vergißt, daß in vielen sehr wichtigen und kostspieligen Fällen das nationale Kapital für Fehler der privaten Institute einspringen mußte,, daß gerade daraus die gegenwärtige Belastung des KH resultiert, vergißt auch, was das nationale Kapital für die allgemeine und auch für die private Wirtschaft geleistet hat. Drittens wird immer vergessen, daß die wichtigsten Institute für den Aufbau auch der jüdischen Privatwirtschaft, wie APC, PLDC, Mortgage Bank, Arbeiterbank, Economic Board (E. B.«), Palestine Economic Corporation (PEG) und dessen Institute, Südafrika-Bank etc., keine privatwirtschaftlichen Gründungen sind, sondern ihr Kapital ganz oder teilweise aus nationalen oder philozionistischen Kreisen erhalten haben. Wenn sie auch in streng geschäftlicher Weise arbeiten, so sind sie keine Erwerbsunternehmungen im gewöhnlichen Sinne des Wortes. Trotz dieser, durch unscharfe Einstellung und Parteistreitigkeiten verschuldeten Mißverständnisse kann man sagen: Im Prinzip herrscht in unserer Bewegung keine Meinungsverschiedenheit über die Notwendigkeit von Keren Hajessod, Keren Kayemeth, Hilfsfond usw., aber ungemein verbreitet sind irrige Ansichten über: 1. den Wert des bisher vom nationalen Kapital Geleisteten, 2. die Rolle des nationalen Kapitals im Aufbauwerk, 3. seine wichtigen Funktionen für die Zukunft. LEISTUNGEN DER NATIONALEN FONDS. Ad 1. Die Leistungen der nationalen Fonds in Bezug auf Immigration, Schulwerk, Sanität etc., werden zwar so im Vorbeigehen anerkannt, aber es wird schnell wieder vergessen, was sie für unsere nationale Erhebung bedeuten. Daran kann hier, wo vor allem die wirtschaftliche Seite der Frage besprochen werden soll, nur erinnert werden. Wenn wir auf diese selbst übergehen, so müssen wir, um die Leistungen des „nationalen Kapitals" zu erfassen, diesen Begriff

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