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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 99

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 99 (sequence 99)
Language
German, English, Hebrew
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Wilkansky 99 bewahrung der Erträge, die auf den Markt kommen, nicht besteht, wird sogar die Möglichkeit genommen, mit den äußeren Erträgen auf dem inneren Markte zu konkurrieren. Die Milch ist nicht das Endziel, aber der Anfang von allem. Die Produktion von Futter ist der natürliche Regulator bei jedem Fruchtwechsel in einer intensiven Wirtschaft, da sie die Brücke zu Krankheiten und Schädlingen zerstört, die in vielen aufeinanderfolgenden Pflanzen ihre Nahrung finden, denen gegenüber aber die Futterpflanzen immun sind. Sie verbessern auch den Boden und steigern seinen Ertrag, sowohl allein als auch durch ihre Nebenprodukte in Form von Stallmist. Ohne ihn kann die Intensivität nicht zu -jenen äußersten Möglichkeiten gelangen, die die Erträge konkurrenzfähig machen. Selbst in der Zitrusregion wird der organische Dünger zu einer brennenden Frage und die Haltung von Vieh steht auf der Tagesordnung nicht um ihrer selbst willen, sondern wegen der Düngung von Zitruspflanzen. Jedenfalls wird in der Zone der schweren Erde der erste Schritt des Messias auf der „Milchstraße" vernommen werden. Und so ist es mit dem Gemüse und den Früh- und Spätfrüch'ten. Der Markt nimmt nur die Frühfrüchte und diese nur in der besten Qualität auf, dagegen bringt der Boden auch mittelmäßige, sogar minderwertige Früchte hervor, selbst wenn der Züchter die Auswahl der Samen genau nimmt. Der Markt ist in gewissen Zeiten Schwankungen ausgesetzt, da er mitunter überfüllt oder sogar versperrt ist. Und der Reingewinn setzt sich aus dem Gesamtertrag zusammen, aus den Qualitätsprodukten und der mittelmäßigen Ernte. Ohne eine von allem Anfang an organisierte Konservenindustrie kann intensive Produktion für die Märkte nicht als zuverlässige Erwerbsquelle dienen. Wir haben schon vor zehn Jahren begonnen, uns mit der Klärung der Frage der Zuckerindustrie zu befassen, freilich nur für den Konsum des Landes. Etwa iooo Familien könnten rings um diese Industrie ihre Existenz finden. Die Zukunft ist sicher, die Gegenwart noch in Wolken gehüllt. Wir haben viele Versuchsstadien durchmessen, die positive Antwort geben, doch sind die Versuche noch nicht zu einem Abschluß gelangt, der dem Landarbeiter, welcher das Urprodukt der Fabrik beistellen muß, zusichert, daß er die Früchte seiner Mühe ernten wird. Wir sind in Gefahr, diese günstige Gelegenheit zu versäumen. Selbst die Zitrusproduktion kann ohne Konservenindustrie ihren Weg nicht finden. Auch sie steht nicht vor der Frage der Quantität. Schließlich ist der Baum nicht aus Eisen, sondern aus Holz, unter der Last allzu großer Erträge bricht er zusammen. An zweiter Stelle nach der Veredlung der Qualität steht die Frage, wie man die Quantitäten verwertet. Die Gefahr besteht bei den ersten Früchten der neuen Pflanzungen, daß sie den Markt überschwemmen und unsere Früchte in Verruf bringen. Mit Verordnungen werden wir dieser Gefahr nicht beikommen. Man muß ihr mit positiven Heilmitteln begegnen. In den U. S. A., in Australien und Südamerika macht man alle notwendigen Anstrengungen, die Orangen in Säfte und andere Formen von Konserven zu verwandeln. In Kalifornien und Florida

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