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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 98

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 98 (sequence 98)
Language
German, English, Hebrew
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98 j. Ko7igreßsitzung: Referat über Landwirtschaft DIE MÖGLICHKEITEN DER VERWANDLUNG VON LEICHT VER¬ DERBLICHEN IN UNVERDERBLICHE FRÜCHTE. Nach dem Weltkrieg stand unsere Landwirtschaft vor der Suche nach Lösungen für all diese Fragen, die mit der Steigerung der Quantität im Bodenertrag und mit allem, was damit zusammenhängt, verbunden waren. Wir haben Wege gesucht, wie man aus dem Boden viel Brot für den Menschen und viel Nahrung für das Vieh, viel Milch von den Kühen und viel Eier von den Hühnern gewinnen, wie man die Erträgnisse der Pflanzungen in ihren verschiedenen Arten steigern könnte. Heute sind unsere wirtschaftlichen Positionen verändert: Wir stehen zugleich mit der Frage der Qualitätsveredlung eher vor dem Problem der Verwertung der produzierten Quantitäten als vor der Vergrößerung der Quantität selbst. Die Wirtschaften des Keren Hajessod, die etwa 1600 Einheiten zählen, befinden sich auf dem Scheidewege zwischen Aufstieg und Stillstand. Ihre völlige Gesundung liegt in der Produktion von Fleisch,, Milch und Eiern, da ihre Wirkung sofort eintritt und man nicht auf eine längere Wachstumsperiode warten muß wie bei den Pflanzungen und da die Einnahmen selbst täglich bar eingehen, ohne daß man auf die Ernte am Ende des Jahres warten muß. Es ist aber nicht möglich, die Produktion aufs Geratewohl zu steigern, wenn nicht rechtzeitig für Aufbewahrungsstellen gesorgt wird. Die Milch, die nicht verkauft wird, wird weggeschüttet. Die Erzeugung von Butter ohne Kühlanlagen ist unmöglich; und selbst wenn solche für sie erbaut sind, muß sie doch eine besondere Aufbewahrungskapazität haben. Wenn wir eine organisierte Milchindustrie hätten, wären unsere bestehenden Siedlungen längst konsolidiert und es wäre Raum frei für Aufbewahrungsstellen gesorgt wird. Die Milch, die nicht verkauft einen Teil der Einwanderer aus Deutschland organisieren zu können, die nicht genug Mittel haben, zu warten, bis die Pflanzung Früchte trägt. Nach dem gegenwärtigen Zustand muß jede Wirtschaft, die in der bewässerten Zone eingerichtet wird und ein Minimum „beschränkender Faktoren" vorfindet, ohne es zu wollen, die Existenz von Wirtschaften der unbewässerten Zone untergraben. Es ist nicht nötig, einen Brunnen zu verstopfen, wenn sein Wasser versiegt, es genügt, neben ihm einen tieferen Brunnen zu graben, dessen Wasser von dem einen zum anderen übergeht. Die Konkurrenzfähigkeit der verschiedenen Produkte wird in vielen Fällen von der Möglichkeit bestimmt, ihren Produzenten im Gesamtbetrag einen Lebensstandard zu sichern, unter den man nicht sinken kann. Wenn dieser Lebensstandard beispielsweise in einer Summe voa 100 Pfund jährlich zum Ausdruck käme, so wäre er durch die Erzeugung von 10.000 1 Milch zum Preise von je 2 Grusch gesichert, oder mit 20.000 Litern zum Preise von 1 Grusch. Die Erträge hören nur dann auf konkurrenzfähig zu sein, wenn die nötige Steigerung der Quantität die Produktionskraft der arbeitenden Familie auf einer bestimmten Bodenfläche übersteigt. Aber wenn die Möglichkeit der Auf-

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