Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 93)
- Language
- German, English, Hebrew
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Wilkansky 93 miteinander konkurrierenden Kräfte rückständig bleiben! Wir müssen rechtzeitig die jedem Rückstand drohende Gefahr bekämpfen. Die Verbesserung der Früchte, sowohl in ihrer Qualität und der Schönheit der Form, die Organisierung des Versands und alle wissenschaftlichtechnischen Anstrengungen müssen gemacht werden, damit die Zitrusfrüchte Palästinas nicht von ihrer Vorzugsstellung ausgeschlossen und als Früchte niederen Ranges gegenüber Kalifornien angesehen werden, das von Jahr zu Jahr aufsteigt. DIE INTENSIVEN „MOSAIKWIRTSCHAFTEN" IN IHRER NATÜRLICHEN ZONE. Bei jeder neuen Existenzquelle, die wir in unserer entstehenden Volkswirtschaft zu entwickeln beginnen, müssen wir als Endpunkt den Weltmarkt, als Ausgangspunkt aber den inneren Markt nehmen. Der Innere Markt kann nicht als Endziel an und für sich gelten, da er nicht als Basis zu einer umfassenden Kolonisation dienen kann. Aber als Aufnahmeplatz für die Produktion einer Anzahl von Wirtschaften hat er doch seine große Bedeutung als „Korridor", in dem man sich für den „Salon" vorbereitet. Der „Salon" ist der Weltmarkt, in dem es große Anforderungen gibt. Dort schaut man auch auf die Hülle und nicht nur darauf, was sie enthält. Wir müssen die Kunst erlernen, Zierfrüchte von hoher Qualität und schöner äußerer Form anzufertigen, bevor wir diese in die große Welt hinausbringen. Und auch den inneren Markt sollten wir nicht versuchen durch juristische Gesetze wie Schutzzölle zu erobern, sondern durch Mechanik und Biologie. Wir müssen mit den Produkten, die nach Palästina importiert werden, konkurrieren können. Die Konkurrenzmöglichkeit in der Periode des Ueberganges von dem inneren Markt zum Weltmarkt wird uns nicht durch Spezialwirtschaften gegeben werden, deren Produkte zur Gänze verkauft werden. Wir müssen einen kleineren Wirtschaftstypus fördern, der der arbeitenden Familie alle Speiseerzeugnisse liefert und nur den Ueberschuß auf den Markt bringt. Die Hauptlinien, die die Eigenschaft dieser Wirtschaft festsetzen, jsind folgende: Eine kleine Flächeneinheit, volle Selbstversorgung, Verkauf des Ueberschusses, beschränktes Investitionskapital, keine Mechanisierung, Grundlage zum Verkauf auf dem lokalen Markt. Diese Wirtschaft wird sich unterscheiden von der gemischten Wirtschaft, die in ihren einzelnen Zweigen verbunden ist — eine „Mosaik"- Wirtschaft. Die Vorteile dieser Wirtschaft liegen in der Beschränkung der Investitionssummen. Sie wird außer dem Boden etwa 300 kosten bei einer Beschränkung der Flächeneinheit auf zwölf bis fünfzehn Dunam, bei einer Beschränkung des notwendigen Geldumsatzes, damit diese Wirtschaft den Markt nicht mit zu viel Produkten überschwemmen muß, um so die zahlreichen Ausgaben, die mit der Mechanisierung verbunden sind, zu decken usw. Die Ausgaben dieser Wirtschaft müs-