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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 92

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 92 (sequence 92)
Language
German, English, Hebrew
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92 j. Kongreßsitzung: Referat über Landwirtschaft Stoffwechsel und Blutkreislauf im nationalen Organismus ist in Ordnung, und stimmt mit den Gesetzen überein. Das gesamte Land ist nach seinen Zonen und Bodeiiarten verschiedenartig. Die Zone der gemischten Wirtschaft ist in ihrer Fläche um ein vielfaches größer als die Zitruszone. Wir müssen das ganze Land als eine große Farm betrachten, und jeder Zweig soll an seine Stelle kommen. Wir sollen nicht Naturgrenzen verschieben wollen. Die Zitruspflanzungen können auch auf schwerem und welligem Boden gedeihen, aber bei der Zunahme der mit Zitruspflanzungen bebauten Flächen in der ganzen Welt und im Ueberschuß der Produktion werden die Marktpreise nach den Früchten festgesetzt werden, die unter einem Minimum von beschränkenden Produktionsfaktoren angelegt werden. Diejenigen, die die Grenzen verschieben, werden nicht konkurrenzfähig und verschiedenen Schwankungen und Erschütterungen ausgesetzt sein. Wir haben keine Kraft, die natürlichen Grenzen zu wahren. Das Privatkapital, das sich der Landwirtschaft zuwendet, wird sich die Linie des geringsten Widerstandes wählen. Ueber dieses Kapital haben wir keine Gewalt. Und wenn wir auch eine solche hätten, wäre es noch immer zweifelhaft, ob wir sie als Bremse anwenden sollten. Freiheit der Wafyl und Bewegungsfreiheit sind die Kräfte, die die Privatinitiative antreiben. Die Intervention von obenher ist eine Kreuzung von Sozialismus und Kapitalismus. Und die kleinen Länder haben die Resultate dieses Versuchs abzuwarten, der in breitem Maße im Lande der unbeschränkten Möglichkeiten vor sich geht. Mit >,Nein"-Sagen allein werden wir keinen Erfolg haben. Diejenigen, die herkommen, um die Zitruspflanzungen zu beschränken, sollten positive Pläne unterbreiten und auf Unternehmungen hinweisen, die im Zitrusgebiet möglich sind. Und das Arbeitsfeld ist ein großes. Man braucht sehr große Investitionen zum Aufbau der Industrie, deren Erweiterung und deren Verstärkung: Moderne Packhäuser, gute Verkehrswege, Transportmittel, organisierte Kampfmittel gegen Krankheiten und Schädlinge, Konservenindustrie, Nebenprodukteindustrie. Wenn das Privatkapital auf Grund eines von vornherein ausgearbeiteten Planes zur Konsolidierung des Bestehenden durch große Nebenunternehmungen einbezogen wird, so wird sich die Pflanzung von selbst in ihren natürlichen Grenzen halten und der wüsten Spekulation mit dem Boden werden Schranken gesetzt. 120.000 Dunam, die schätzungsweise nach fünf Jahren Früchte tragen, werden für Packhäuser allein eine Investitionssumme von etwa einer halben Million Pfund erfordern. Es besteht kein Zweifel, daß wir zu 200.000 Dunam gelangen werden, ob nun unsere Stellung zur Zitruspflanzung positiv oder negativ ist. Nicht über die Zitrusindustrie mit einer Handbewegung hinweggehen, sondern eine moderne Organisierung des Zweiges, mit allen Eroberungen der Wissenschaft und der Technik ausgerüstet — das ist das Gebot der Stunde. Wir müssen dem Niveau der Zeit folgen und immer nach vorwärts gehen. Wehe uns, wenn wir im Wettlauf der

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