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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 91

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 91 (sequence 91)
Language
German, English, Hebrew
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Wilkansky 91 Zitrusfrüchten konkurrenzfähig. Sie stehen in erster Reihe, weil sie gemäß der Natur des Landes, der Natur des für sie bestimmten Bodens und unserer eigenen Natur Monopolfrüchte sind. Die Natur hat der Zitruszucht auf der Welt Schranken gesetzt; sie gedeiht gut zwischen den Graden 20 und 40 beiderseits des Aequators. Die Natur hat auch die Reifezeit der Zitrusfrucht nach der Zone des Nord- und Südpols verschieden festgesetzt. Die Früchte von Australien, Afrika und Südamerika werden im Sommer reif, wenn es auf dem Markte auch sonst viele Früchte gibt. Unsere Zitrusfrucht wird im Winter reif. Gegenüber der Beschränkung der natürlichen Zone der Zitrusfrucht nimmt die Bevölkerungszahl der Welt immer mehr zu und die Kaufkraft wächst infolge des neuen Bestrebens, den Früchten einen Vorzugsplatz bei der Zusammensetzung der Speisen einzuräumen. Die Zitrusfrucht hört auf, eine Luxusfrucht zu sein. Die Wissenschaft unterstützt dies mit ihrer Vitaminlehre. Auich die Mode kämpft für diese Frucht, weil sie die schlanke Linie fördert. Von einem Gesamtverbrauch an Früchten im Betrage von 56 Millionen in England entfielen auf die Zitrusfrüchte 10 Millionen. Der Wert der konsumierten Früchte ist dem Wert der konsumierten Butter gleich, übersteigt jedoch um 4 Millionen den Wert des Schweinekonsums, um 12 Millionen den Wert des Getreide- und Mehlkonsums, um 26 Millionen den des Eier -und Geflügelkonsums und macht etwa drei Viertel der Beträge aus, die für Rind- und Schaf fleisch ausgegeben werden. Die Früchte befinden sich im Aufstieg bei der Zusammensetzung der Speisen, aber die geographische Zone in der ganzen Welt, die für verschiedene solche Früchte geeignet ist, ist größer als die Zitruszone. Auch in Palästina selbst stellt der natürliche Zitrusboden nur eine schmale Linie dar, während andere Pflanzungen und Fruchtbäume auf den meisten Böden des Landes gedeihen. Es gibt Unterschiede an Geschmiack, Form und Konservierungsfähigkeit zwischen der Orange, die in der Umgebung von Gaza, also „am Südpol", und derjenigen, die in der Umgebung von Akko „am Nordpol" wächst, sowie derjenigen, die zwischen diesen beiden „Polen" gedeiht. Noch lange Zeit wird der Apfel ein Monopol von Tirol, Kanada und Oregon sein, die Traube von Frankreich und Italien, die Feige von Smyrna. Und die Zitrusfrucht wird noch für lange Zeit ihren Vorzugsplatz unter den verschiedenen Fruchtsorten bewahren, die sich in Erez Israel auszeichnen und sich noch auszeichnen werden. Die nationale gemischte Wirtschaft bildet für uns eine Lebensfrage. Als Volk können wir unsere Existenz nicht von einem Zweig, und möge er noch so schön und fundiert sein, abhängig machen. Aber die Wirtschaft des Einzelnen muß nicht gegen die Natur vielgestaltig sein. In der natürlichen Zitruszone müssen die Wirtschaften einförmig sein. Jeder Ersatz bedeutet eine Verschwendung vom Standpunkte der Volkswirtschaft. Auch zwecks Vielgestaltung sind die Einnahmen eines Dunams nicht von 30 bis 40 Pfund auf 10 Pfund herabzusetzen. Die Zitruszone stellt einen starken Markt zum Ankauf der Produkte dar, die die Landwirte des Emek in ihren Wirtschaften produzieren. Der

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