Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 79)
- Language
- German, English, Hebrew
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Farbstein 79 unter der Obhut des Völkerbundes stehen. Das praktische Argument in diesen Fällen lautet, daß diese Gebiete administrativ mit den englischen Kolonien aufs engste verbunden sind und das englische Kapital zu deren wirtschaftlicher Entwicklung beisteuert. Allen diesen Hindernissen zum Trotz entwickelt sich unsere Kleinindustrie in raschem Tempo. Etwa 60 bis 700/0 ihrer Erzeugnisse finden ein günstiges Absatzgebiet in den Nachbarländern. Und wir müssen unser Bestes tun, um diesen Export zu vergrößern. Die Jewish Agency muß es sich zur Aufgabe machen, die bereits bestehenden Handelsverträge zu stärken und neue abzuschließen. Das Departement für Handel und Industrie der Agency hat bereits die ersten Schritte in dieser Hinsicht unternommen, die auf gute Resultate hinweisen. Das Departement ging von der Ansicht aus, daß vor allem die Verkaufsbedingungen für die palästinensische Produktion in den benachbarten Ländern wie Syrien, Libanon und Irak geschaffen werden müssen und es hat seine Vertreter zur Untersuchung der Verhältnisse und Schaffung von Handelsagenturen entsandt, deren Aufgabe es wäre, sich um den Absatz von palästinensischen Produkten zu kümmern. Solche Agenturen wurden geschaffen und ihre Leitungen wurden an sowohl unter kaufmännischen wie auch unter Regierungskreisen einflußreiche Personen übergeben. Das Departement ist sicher, daß es hier die erforderlichen Resultate erzielen wird. Wir haben schon betont, daß die Zukunft der Industrie des Landes von der politischen Entwicklung und der Stellungnahme der Regierung zur Industrie abhängt. Die schweren Jahre, die Palästina durchlebt hat, beweisen klar, daß das Aufbauwerk keine zeitweilige Sache, sondern von dem starken Streben nach Wiederbelebung des Landes durchdrungen ist. Die Ereignisse des Jahres 1929 und der arabische Boykott haben die Industrie in keiner Weise beeinflußt. Keine Fabrik wurde geschlossen und auch die Arbeitslosigkeit war nicht so groß und ist dem Publikum nicht zur Last gefallen. So darf man behaupten, daß die Jahre der Kinderkrankheiten schon vorüber sind. Noch charakteristischer sind die Daten, die darauf hinweisen, daß das Aufbauwerk von einer gewissen Beständigkeit durchdrungen ist, woraus man schließen darf, daß die Entwicklung des Handels und der Industrie mit sicheren Schritten vor sich geht und nicht inneren Erschütterungen ausgesetzt ist. Die folgenden Daten weisen in ausreichendem Masse darauf hin, daß der allgemeine Export und Import in den Jahren der Krise nicht allzu sehr beeinflußt wurde. Jahr Allgem. Export Allgem. Import 1925 ....... £ 1,298.000 £ 7,338.000 1927....... £ 1,900.000 £ 6,184.000 1929 ....... £ 1,554.000 £ 7,161.000 1930 ....... £ 1,896.000 £ 6,985.000 1931....... £ 1,662.161 £ 6,119.187 1932 ....... £ 2,381.491 £ 8,120.797 Wenn wir den Import pro Kopf nehmen, so befindet er sich heute