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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 60

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 60 (sequence 60)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476290--8467-3484617
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60 2. Kongreßsitzung: Politisches Referat Zertifikate; und wirklich, sie brauchen gar nicht nach Palästina zu kommen, denn ihnen stehen weite Gebiete zur Verfügung, in denen sie leben können. Wenn der Boden und die Menschen die beiden Hauptelemente des Jüdischen Nationalen Heims sind und Boden und Einwanderung noch für viele Jahre die beiden wichtigsten praktischen Probleme für unsere Arbeit in Palästina bleiben, so ist die Frage der Sicherheit eine nie aufhörende Sorge. Die Regierung hat viel getan, was wir dankbar würdigen, aber es bleibt noch sehr viel zu tun, bevor wir sagen können, daß die in ihrem Nationalen Heim lebenden Juden jenes Sicherheitsgefühl haben, welches zum Begriffe „Heim" gehört. Es sind gewisse Vorschriften in Bezug auf die Beschäftigung von ]uden bei öffentlichen Arbeiten gemacht worden, aber wir können nicht sagen, daß die Entscheidung der Regierung unseren gerechten Forderungen voll entspricht, und im allgemeinen wird die ganze Frage der Beteiligung der Juden an dem Verwaltungsdienst des Landes sowie an seinen Verteidigungstruppen sehr sorgsam geprüft und energisch verfolgt werden müssen. Wir stellen mit Vergnügen den Fortschritt im Hinblick auf den Regierungsbeitrag zur jüdischen Erziehungs- und Gesundheitsarbeit fest, als einen wichtigen Schritt in einer Richtung, in der wir hoffentlich künftighin noch weiter vorwärts kommen werden. Das Verhältnis Palästinas zu den wirtschaftlichen Vorteilen, die die Zugehörigkeit zum britischen Reich mit sich bringt, stellt ein noch ungelöstes Problem dar und die palästinensische Industrie leidet darunter, daß sich die Präferenz-Zölle gegen ihre Produkte auswirken. Ich möchte Ihnen aber nicht ein Verzeichnis von Problemen aufzählen, die besser in der Kommission behandelt werden. Ich möchte mich jetzt den größeren Problemen unserer politischen Arbeit zuwenden. Es ist meiner Meinung nach immer wichtiger für uns, unsere Auffassung Palästinas nicht als eines Landes der Einwanderung jüdischer Individuen, sondern als des Landes zu betonen, das mit dem Schicksal des jüdischen Volkes verbunden ist. Man mag vielleicht sagen, daß im Mandat nichts über die Judenfrage gesagt ist. Aber dieses Schweigen des Mandats über das treibende Motiv unserer Rückkehr nach Palästina darf keine Wirkung auf unsere eigene Haltung zu dieser Frage oder auf die der Welt haben. Palästina ist nicht nur ein Territorium, das von einem Mandatar verwaltet wird, sondern es ist das Leben des jüdischen Volkes selbst, die Bedingung unserer künftigen Existenz. Das Jüdische Nationale Heim ist kein Luxus, kein Ferienheim und kein Weekend-Haus. Die ganze Zukunft des jüdischen Volkes in seiner Gesamtheit und das Leben unzähliger jüdischer Menschen ist mit Palästina verbunden. Und die Hauptaufgabe dieses Kongresses ist es, zu vollenden, was der erste Kongreß sich vorgesetzt hatte, nämlich das ganze jüdische Problem in seiner ungeheuren Breite und bitteren Tiefe vor das Gewissen der Menschheit zu bringen und damit zugleich jene Auffassung des jüdischen Problems, die wir Zionisten erarbeitet haben.

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