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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 59

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 59 (sequence 59)
Language
German, English, Hebrew
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Brodetsky 59 mit Rückwirkung vom 29. Juli in Kraft treten. Wir haben mehr Zeit verlangt, um unsere Bemerkungen unterbreiten zu können, und hoffen, daß die Regierung von Aenderungen absehen wird, die uns den Bodenkauf ungeheuer erschweren und den bereits bestehenden übermäßigen Schwierigkeiten und Komplikationen neue hinzufügen würden. Wenn die Erklärung des Kolonialministers jedoch bedeutet, daß die Regierung die übrigen Empfehlungen von Mr. French nicht akzeptiert und daß die Gefahr einer allgemeinen Kontrolle aller Bodenübertragungen jetzt endgültig als beseitigt anzusehen ist, dann kann man bestimmte ernste Gefahren als abgewendet betrachten. Während der Berichtszeit war das zweite große Problem das der Einwanderung. Es begann sich in der verhängnisvollsten Weise geltend zu machen, als uns die Palästina-Regierung im Oktober 1931 eine Schedule von 350 Zertifikaten für sechs Monate anbot. Dies geschah noch vor dem Amtsantritt des jetzigen High Commissioners, und wir sind erfreut, feststellen zu können, daß Sir Arthur Wauchope in Bezug auf die Einwanderungsfrage ein liberaleres System verfolgt als seine Vorgänger. Die reichlicheren Bewilligungen von Zertifikaten sind mehr als gerechtfertigt durch die bedeutende Wandlung in der wirtschaftlichen Lage Palästinas während der beiden letzten Jahre. Trotz der erhöhten Bewilligung und der recht erheblichen Einwanderung, die seit zwei Jahren ins Land geströmt ist, ist es trotzdem eine Tatsache, daß diese Einwanderung noch nicht einmal jene enge Formel ausfüllt, auf welche die Regierung ihre Einwanderungspolitik gründet, nämlich die Aufnahmsfähigkeit des Landes. In jedem einzelnen Falle wurden die von uns genau ausgerechneten Arbeiter-Schedules in einer Art gekürzt, die in vollem Gegensatz zu den Tatsachen der wirtschaftlichen Aufnahmsfähigkeit des Landes stand. Während Palästina nach weiteren jüdischen Arbeiterhänden schreit, um die Möglichkeiten auszunützen, die durch jüdischen Unternehmungsgeist geschaffen werden, wird die Einwanderung von Arbeitern in das Land aufgehalten. Ich spiele da nicht auf die deutsche Situation an. Selbst wenn dieses Bedürfnis für eine Zuflucht von verfolgten Juden gar nicht bestünde, wäre es auch nicht gerechtfertigt gewesen, die von der Jewish Agency vorgeschlagenen Schedules um 40, 50 oder 60 Prozent zu reduzieren. Sowohl in Bezug auf die Arbeitereinwanderung wie auf die Einwanderung von Juden mit Kapital, insbesondere kleineren Kapitalien, muß die Politik der Regierung von Grund auf revidiert werden. Es ist die Pflicht der Mandatarmacht, jüdische Einwanderung nach Palästina zu ermutigen, und wir haben ein Recht, zu erwarten, daß diese Ermutigung offenkundiger werde als sie es bisher war. Selbst das Argument, welches sich auf die Behauptung einer sogenannten „illegalen" jüdischen Einwanderung nach Palästina stützt, wird weit aufgewogen dadurch, daß Tausende von Arabern aus den Nachbarländern ohne jegliche Kontrolle ins Land kommen; sie brauchen nicht illegal einzuwandern, weil es für sie keine legale Beschränkung gibt — sie brauchen keine Papiere, denn man verlangt von ihnen keine

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