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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 58

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 58 (sequence 58)
Language
German, English, Hebrew
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58 2. Kongreßsitzung: Politisches Referat Wir haben die Forderung aufgestellt, daß landwirtschaftliche Tätigkeit seitens der Regierung auf dem Grundsatz der Gleichheit von faden und Arabern aufgebaut werden soll. Es wird uns nun mitgeteilt, daß das Gleichheitsprinzip von der Regierung nicht angenommen wird. Und sagen wir, daß öffentliche Gelder, zu denen die Juden mindestens 500/0 beisteuern, so ausgegeben werden müssen, daß die jüdische Landwirtschaft entsprechende Vorteile genießt, so antwortet man uns, daß die Beisteuerung zum Einkommen des Staates mit der Verwendung der öffentlichen Mittel nichts zu tun habe. Es ist wahr, daß die Leistung des Steuerzahlers normalerweise auf seiner Zahlungsfähigkeit, sein Anteil an Vorteilen aus öffentlichen Geldern aber auf seinen Bedürfnissen basiert. Wir möchten aber die Gewißheit haben, daß die Regierung der Bedürfnisse aller Teile der Bevölkerung eingedenk ist. Leider hat die Regierung in der Vergangenheit bei der Formulierung ihrer Politik nicht die Bedürfnisse aller Bevölkerungteile berücksichtigt, wie das am Beispiel des Erziehungs- und Gesundheitswesens klar ersichtlich ist. Wenn die Regierung einem Teil der Bevölkerung Palästinas bevorzugte Behandlung in Bezug auf Landwirtschaft angedeihen lassen will, dann können wir — bei allem Mitgefühl für die Araber, denen wir Juden durch unsere Tätigkeit in Palästina mindestens soviel geholfen haben als irgend ein anderer Faktor — nicht umhin, zu sagen, daß die Regierung dadurch dem jüdischen Steuerzahler ein Unrecht zufügen würde. Dasselbe gilt für die restlichen 1,750.000 Pfund der geplanten Anleihe. Wir müssen für die Juden Vorteile fordern, die dem jüdischen Anteil am Anleihedienst und den Verpflichtungen der Regierung gegenüber dem wichtigsten Zweck des Mandats, dem Jüdischen Nationalheim, entsprechen. Unsere Besorgnis ist aber noch größer mit Bezug auf die geplanten neuerlichen Beschränkungen der Bodenübertragungen. Solche Beschränkungen sind durchaus ungerechtfertigt. Wie ging die Dislozierung der Araber vor sich? Die Abwanderung der ländlichen Bevölkerung in die Stadt und umgekehrt ist schließlich eine Erscheinung im Leben eines jeden Gemeinwesens; und wo das Prinzip der Entschädigung überhaupt anerkannt wird, wird es kaum in so großzügiger Weise angewendet, wie die Entschädigungen, die wir den durch unsere Siedlungstätigkeit betroffenen Arabern gezahlt haben. Wir geben ihnen nicht nur Geld: einer großen Anzahl von ihnen haben wir durch unsere Hilfe ermöglicht, ihren Bodenbesitz zu ameliorieren; neue arabische Dörfer sind entstanden als das Ergebnis unserer Fürsorge für diejenigen, die durch unsere Tätigkeit betroffen sind. Und wenn es noch Araber gibt, die auf besondere Berücksichtigung und die väterliche Fürsorge der Regierung Anspruch haben, so sollte man doch gewiß nicht neue Schwierigkeiten der Arbeit der Juden machen, die bei der Behandlung solcher Fälle besonders feinfühlig vorgegangen sind und den Arabern und dem ganzen Lande große Vorteile haben angedeihen lassen. Die neue Gesetzgebung liegt im Entwurf vor und soll am 29. August

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