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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 57

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 57 (sequence 57)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8464-3484614
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Brodetsky 57 hätte. Der Regierungswechsel in England, der an sich diese Gefahr nicht abgewendet hätte, gab uns Gelegenheit, wirksam einzugreifen und die Gefahr wurde somit, wenigstens zeitweilig, vermieden. In der Zwischenzeit wurde Mr. French zum Director of Development ernannt; er führte seine Untersuchung durch, nach einigen Monaten wurden seine Berichte uns und den Arabern vorgelegt; und vor einem Monat erfolgte die Veröffentlichung der Berichte und die Entscheidung der Regierung. Vor einem Jahr, als die Berichte uns ausgehändigt wurden, erklärte die Regierung, daß ihre Veröffentlichung erst nach Empfang der Bemerkungen der Jewish Agency und der Araber, sowie der Empfehlungen des Oberkommissars, und nach der Beschlußfassung seitens des Kolonialministers erfolgen würde. Am 14. Juli wurde die Entscheidung der Regierung in Bezug auf die French-Berichte durch den Kolonialminister im Unterhaus angekündigt und die Berichte erschienen am selben Tag, ohne daß darauf hingewiesen worden wäre, daß die Behauptungen des Herrn French und seine Empfehlungen von Männern bestritten werden, die mit der Autorität einer auf zwei Generationen zurückgehenden Erfahrung sprechen. Der Kolonialminister beschäftigte sich nur mit einer Frage, nämlich der Wiederansiedlung von „verdrängten" Arabern mit Hilfe einer neuen Anleihe, und erweckte somit den Eindruck, als ob dies das große Bodenproblem Palästinas sei; er erklärte ferner, daß die Regierung weitere Verdrängung von Arabern durch jüdische Ansiedlung verhindern müsse. Weitere Aeußerungen werden erst bei der Behandlung der Anleihe im Parlament in einigen Monaten erwartet. Der ursprüngliche „Entwicklungsplan " ist aufgegeben. Die Tätigkeit der Regierung für landwirtschaftliche Entwicklung auf der Basis der French-Berichte soll zweifacher Art sein: 1. die Wiederansiedlung von dislozierten Arabern, für die ein Betrag von 250.000 Pfund vorgesehen ist; 2. weitere Gesetzgebung zum Schutz von Pächtern. Ich will hier nicht wieder auf die Unrichtigkeit der Behauptung von der Verdrängung von Arabern durch jüdische Ansiedlung sprechen. Die von der Regierung selbst erwähnten Zahlen zeigen, wie unsinnig und übelwollend die Verleumdung war, mit der man uns vier Jahre lang verfolgte und die auf diese Behauptung gegründet war. Ich will nichts gegen die Wiederansiedlung von dislozierten Arabern mit öffentlichen Geldern sagen. In Palästina befinden sich aber Hunderte von jüdischen Siedlern, deren Arbeit unter Bedingungen getan werden muß, die an Schwierigkeit mindestens den Verhältnissen einer großen Anzahl armer Fellachen gleichkommt. Sie brauchen die Hilfe der Regierung genau in demselben Maße wie andere Einwohner Palästinas. Es ist meine ernstliche Hoffnung, daß die Regierung in Bezug auf Bodenpolitik nicht den fatalen Grundsatz gelten lassen wird, der bei früheren Gelegenheiten für andere Ausgaben zur Anwendung gelangte, nämlich, daß es Sache der Regierung sei, für die Araber zu sorgen, weil doch die Juden für sich selbst sorgen können.

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