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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 35

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 35 (sequence 35)
Language
German, English, Hebrew
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Sokolow 35 nicht auch ein Krieg mit all seinen Schrecken, ein noch viel abscheulicherer und grausamerer Krieg, ein Krieg ohne Heldenmut und ohne epischen Schwung — gegen eine ruhige, wehrlose jüdische Bevölkerung, gegen Greise, Frauen und Kinder? EINE INTERNE ANGELEGENHEIT? Fürwahr, wir sind nicht Feinde Deutschlands, wir sind Freunde Deutschlands und Bewunderer seiner Kultur. Wir wollen nicht die Nationen gegeneinander hetzen, wir wollen den Frieden! Aber wo es isich um unsere Existenz und unsere Ehre handelt, müssen wir unsere Stimme erheben. Diese Tragik können wir weder durch Entmutigung und Selbstbedrückung, noch durch Aufregungen und leidenschaftliche Reden überwinden. In dieser schicksalschweren Zeit dürfen wir weder an der Menschheit, noch an uns selbst verzweifeln. Wir wollen nicht Oel ins Feuer gießen. Aber wir fordern unverblümte Wahrheit und wirklichen Frieden. Die Judenfrage muß von dieser Tribüne aus in ihrer schrecklichen Nacktheit vor die Welt und vor Israel gestellt werden. Also Offenherzigkeit, Mut für die große Linie einer Lösung unseres Problems und — Vertrauen! In diesem Gottvertrauen, in Verbindung mit intensiver Volksarbeit, lag seit Jahrtausenden das Geheimnis der UnVergänglichkeit Israels! (Französisch:) Gibt es noch etwas Menschliches auf dem Grunde des Menschheitsgewissens? Können all diese Beleidigungen, all diese Erniedrigungen gegen Menschen, gegen ihr Recht, gegen ihre Ehre^ gegen ihre Rasse selbst, verübt werden, weil sie nicht genügend zahlreich und gewappnet sind zur Verteidigung ihrer Bürgerrechte und ihrer Menschenwürde? Wir sind dankbar für die schönen Reden und die Akte der Gastlichkeit. Aber das ist nicht die Lösung. Offizielle Vorstellungen müssen erhoben werden — in aller Freundschaft, aber offiziell. Man braucht ein sicheres Obdach. Was also tun? Wenn es unmöglich ist, den Flüchtlingen ihre Heimat wiederzugeben oder sie in anderen Ländern aufzunehmen, dann muß man ihnen das Land ihrer Ahnen geben (Beifall). Nichts ist einfacher und nichts ist gerechter. So steht das Problem für die internationale politische Welt. UNSER PROGRAMM. Hebräisch:) Die Judenfrage gehört vor ein internationales Forum. Wir dürfen deshalb weniger denn je unsere Stoßkraft in Familienstreitigkeiten aufreiben. Nationale Familienstreitigkeiten sind immer wie das Schlagen der einen Hand gegen die andere. Wenn man andere gewinnen will, so würde man sinnlos handeln, wollte man zu gleicher Zeit in der eigenen Mitte einen Kampf wünschen. Was man ein Programm nennt, ist mit wenigen Worten gegeben. Wir wollen die lebendige Einheit der Natur in Erez Israel, die Schaffung einer ideal historischen Einheit in der Diaspora und wir wollen 3*

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