Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 579 (sequence 582)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kahn 579 Es ist ferner heftig um die Auffassungen darüber gekämpft worden, wie man die nächsten zwei Monate finanziell überleben kann, bis wir dazu kommen können, dieses magere Budget in Operation zu setzen. Wir können unsere Arbeit nicht fortsetzen, wenn wir nicht innerhalb der nächsten zwei Monate mindestens roo.ooo Pfund aufbringen, nicht für Schulden, sondern für Nichteingänge der früheren Jahre und für Arbeiten, die man mit erhofften Eingängen, die dann aber ausblieben, gemacht hat. Ein Anfang zur Aufbringung dieser Summe ist hier gemacht worden und 12 bis 15 Prozent dieser Summe sind fast aufgebracht. Erfreulicherweise hat uns auch Amerika in einem Kabelgramm mitgeteilt, daß die Erwartungen für die nächsten Monate größer sind, als wir erhofft hatten, daß wir auch von Amerika aus den regelmäßigen Einnahmen einen Betrag von 10.000 Pfund mehr bekommen werden, den wir zu den aufzubringenden 100.000 Pfund rechnen können. Es wird und muß unsere Aufgabe sein, und dazu ruft Sie die Finanzkommission auf, an der Aufbringung dieser Summe in den nächsten zwei Monaten mit allen Kräften zu arbeiten. Außerdem leiden wir in der Finanzierung unserer Palästinaarbeit sehr unter drückenden Verpflichtungen. Ferner darunter, daß gewisse, notwendig vorzunehmende Arbeiten sich nicht in ein Budget zwängen lassen, daß dagegen das Geld, das wir aufbringen, in ein festgefügtes Budget gezwängt wird. Um hier einen Ausweg und eine Erleichterung zu schaffen, sind weitere 100.000 Pfund notwendig, die im Laufe dieses Jahres aufgebracht werden müssen. Wir haben schließlich verschiedentlich betrachtet, wie wir vorgehen werden, wenn wir dieses magere Budget bekommen. Auch da muß, da wir uns in einem gewissen Notstand befinden, eine Körperschaft vorhanden sein, die die Möglichkeit hat, mit den vorhandenen Mitteln so zu wirtschaften, daß die Gesamtheit der Arbeit in Palästina nicht leidet. Wir haben uns auch damit beschäftigt, was zu tun sein wird, wenn diese Mittel zum Teil nicht einkommen. Dann muß die erwähnte Körperschaft eine noch größere Autorität haben, schnell und energisch zu handeln. All das ist in unseren Resolutionen niedergelegt. Von diesen wurde aber nur folgende Resolution allgemein angenommen: Die Exekutive ist berechtigt und verpflichtet, im Einvernehmen mit dem Präsidenten der Jewish Agency, dem Vorsitzenden des Administrative Committee und dem Vorsitzenden des Finanz-Komitees oder mit einem von diesen Herren, der dazu ermächtigt wird, die im Budget vorgesehenen Ausgaben den tatsächlichen oder vernünftigerweise zu erwartenden Einnahmen anzupassen. Dabei ist Voraussetzung, daß in erster Reihe der zur Erhaltung des Kredites der Exekutive notwendige Schuldendienst der Palästina-Exekutive und des Keren Hajessod, sowie die Erhaltung der landwirtschaftlichen Siedlungen berücksichtigt werden sollen."Diese Vollmacht gilt zunächst bis zu der nächsten Sitzung des Administrative Committee. Ich bitte Sie nun, das Globalbudget von 351.000 Pfund mit meinen Erklärungen anzunehmen. Das geschieht nicht im Auftrage der Kommission. Denn obwohl dieses Budget in der Kommission mit 13 gegen 11 Stimmen angenommen wurde, mache ich diese Bitte nur in meinem Namen. Entscheiden Sie sich für eines der beiden Budgets, das von 351.000 Pfund als Globalbudget, oder das vom Zionistenkongreß angenommene von 366.000 Pfund auch als Globalbudget. Im übrigen bitte ich den Council, die gesamte Finanzfrage dem neuen Administrativkomitee zur Entscheidung in seiner ersten Sitzung zu übertragen. 37*