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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 565

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 565 (sequence 568)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Awissar, Harzfeld, Unna 565 eine Heimat für sich sucht und glaubt, daß seine Heimat Erez Israel ist? "Was wird geschehen, damit das jüdische Volk auch nicht das wenige verliert, was es bereits mit Blut und Mühe in Erez Israel erreicht hat? "Wir wissen, daß es in allen Ländern, besonders in Polen, in letzter Zeit auch in Amerika, Hunderte von Familien gibt, die entschlossen sind, nach Erez Israel zu gehen und sich dort anzusiedeln auf der Grundlage von produktiver landwirtschaftlicher Arbeit. Diese landwirtschaftliche Arbeit ist die einzig reale Politik des jüdischen Volkes, die dem Volke Gewinn bringt. "Wie können wir ruhig dasitzen, wo Hunderte und Tausende von jüdischen Familien in allen Ländern nach Erez Israel kommen wollen. Ich erinnere mich des schönen Tages der Gründung der Jewish Agency vor zwei Jahren in Zürich. "Was ist jetzt daraus geworden? Ist das jüdische Volk wirklich nicht imstande, die Aufbauarbeit auf breitere Grundlage zu stellen? Die Agency muß das ganze Volk zur Mitarbeit auffordern. Vielleicht haben schon manche unter uns die Hoffnung verloren. Die Sitzung des Council der Agency muß diese Hoffnung wieder erwecken und erklären, daß in Zukunft keine Passivität mehr geduldet wird. Sie haben wahrscheinlich von dem Budgetvoranschlag gehört. "Wissen Sie, was dieses Budget bedeutet? Es wird unsere Arbeit noch mehr ersticken und es wird uns in eine noch größere Verzweiflung hineinbringen. Der Council der Agency sollte doch wenigstens den Mut haben, ein Budget festzusetzen, das uns ermöglicht, unser Minimalprogramm durchzuführen. Man hat hier den Frankel- Plan erwähnt. Warum wurde dieser Plan begraben? Ich komme nun zu einer weiteren Angelegenheit, die schon Herr Jefroykin erwähnt hat — der Erweiterung des demokratischen Prinzips der Agency. Ich glaube, daß wir alle bei der Gründung der Agency als Hauptziel anstrebten, die verschiedenen Schichten des jüdischen Volkes für die Aufbauarbeit in Erez Israel zu gewinnen. Denn Erez Israel ist doch das Endziel des jüdischen Volkes, sein Zentrum, die Erfüllung seiner Hoffnung. Erez Israel ruft alle Juden zur Arbeit, und jeder Tag, der ohne Arbeit verstreicht, gefährdet unser "Werk (Beifall). RABBINER Dr. ISAAK UNNA (Deutschland — spricht deutsch): Es ist vielfach die Enttäuschung darüber ausgesprochen worden, daß die Erweiterung der Agency nicht gehalten hat, was man sich davon versprach. Vielleicht ist der Zeitraum von zwei Jahren für solch ein Urteil nicht ausreichend, vielleicht hat das Fehlen von demokratischen Wahlen, durch welche den Vertretern größere Autorität gegeben würde, geschadet. Der wichtigste Grund scheint mir aber der zu sein, daß man in zionistischen Kreisen die Jewish Agency mehr als finanzielles Instrument aufgefaßt hat, während sie doch hauptsächlich dazu dienen soll, weite Kreise des jüdischen Volkes für den Aufbau Palästinas zu gewinnen. Dann muß aber auch ideologisch eine Änderung eintreten, zur nationalen Idee muß die religiöse Idee hinzutreten. Die religiöse Idee war in der ganzen jüdischen Geschichte die Grundlage der Zionsliebe, nicht nur im Gebet hat man Zions gedacht, sondern auch praktisch durch die Sammeltätigkeit, durch die frommen Spenden und die Büchsen. Daran hat der Zionismus angeknüpft. Die Nichtzionisten lehnen zum großen Teil die rein nationale Idee ab, aber auch sie müssen etwas haben, was an das Tiefste rührt, und das ist die religiöse Idee. Nur wenn man sie wieder erweckt, wird z.

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