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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 564

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 564 (sequence 567)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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564 j. Council-Sitzung: Generaldebatte fahr für uns bedeuten. Seit den Unruhen sind schon 20 Monate verstrichen, und südlich von Jerusalem gibt es keine Juden mehr. Der gesamte Jischuw in Erez Israel, alle autoritativen Instanzen, der Waad Leumi, das Chief-Rabbinat, alle Parteien und Gemeinden haben sich an den Emergency Fund mit der Bitte gewendet, Hebron zu errichten. Es wurde bisher aber nicht getan. Nur 20 Familien sind vor zwei Monaten auf eigene Faust und mit eigenen Mitteln nach Hebron übergesiedelt. Es sind in den letzten Wochen weitere fünf Familien hinzugekommen. Wir müssen diesen Familien, die die Stadt unserer Patriarchen aufbauen wollen, zu Hilfe kommen. Es wurde Ihnen eine kleine Broschüre in dieser Frage übermittelt, und ich bitte Sie, daß Sie mit allem Ernst den dort angeführten Plan wegen der Ansiedlung von 100 Familien studieren. Man fragt uns oft: Was werden diese 100 jüdischen Familien in Hebron tun? Nun gab es in Hebron vor dem Kriege 300 jüdische Familien, und sie haben ihren Unterhalt in Arbeit, Handel etc. gefunden. Jetzt sprechen wir in erster Reihe nur von 100 Familien und wir geben auch einen Plan für deren Ansiedlung an. Wenn ihnen diese Hilfe gewährt werden wird, so werden in Zukunft in Hebron noch weitere Familien sich ansiedeln können. Die zweite Frage, über die ich sprechen will, ist die Frage der Tausend-Familien-Ansiedlung. Man spricht hierüber schon fast anderthalb Jahre, leider ist aber noch nichts in dieser Hinsicht geschehen. Wenn nichts Konkretes in Erez Israel geschaffen wird, so wird sich unsere allgemeine politische Lage verschlimmern. Es ist daher eine Forderung des ganzen Jischuw in Erez Israel, daß diese Kolonisation beschleunigt wird. Als Vertreter der orientalischen Juden in der Agency möchte ich bitten, daß bei dieser Kolonisation die orientalischen Juden in gehörigem Maße berücksichtigt werden (Beifall). ABRAHAM HARZFELD (Zionist, Erez Israel — spricht jüdisch): kn der schweren Lage, in der wir uns seit zwei Jahren befinden, hat nicht nur die schlechte ökonomische Lage der Juden in der ganzen Welt schuld, sondern sie ist auch eine Folge der Passivität und der Unverantwortlichkeit sowohl seitens des zionistischen, als auch des nichtzionistischen Teiles. Wir alle fühlten für das Werk und die Aufgabe, deren Erfüllung wir in Erez Israel übernommen haben, nicht die genügende Verantwortung. Sie wissen, daß alles, was wir in den letzten Jahren geschaffen haben, noch nicht genügend konsolidiert ist, und es war eigentlich in erster Reihe die Aufgabe der jewish Agency, alle bestehenden Wirtschaften zu konsolidieren. Ich frage nun: Was ist auf diesem Gebiete bisher geschehen, und was denkt man in der nächsten Zukunft zu tun, um diese Siedlungen, die mit so viel Mühe und Opfer errichtet wurden, selbständig zu machen und in den Stand zu setzen, die ihnen gewährten Darlehen zurückzuzahlen? Ferner möchte ich noch eine Frage stellen: Sie wissen'alle, daß wir zu unserer großen Freude in Erez Israel noch weite Bodenflächen besitzen, die für intensive Kolonisation zwecks Ansiedlung von Tausenden von Familien verwendet werden können. Man soll nicht vergessen, daß, wenn wir den freien Boden, den wir besitzen, nicht in der nächsten Zukunft bearbeiten werden, die Gefahr besteht, daß wir zu einem gewissen Teil auch das Bestehende verlieren. Sie wissen, welche Gefahren nach der Veröffentlichung des Simpson-Berichtes uns in Bezug auf die freien Böden drohen, die nicht bearbeitet werden. Was denkt die Agency zu tun, damit diese Schande vom jüdischen Volke weggewischt wird, das

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