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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 563

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 563 (sequence 566)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8371-3484520
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Weizmann, Levite, Awissar 563 kein neues Schlagwort werden. Darum glaube ich, daß wir uns mit dem Projekt nicht beeilen sollen, daß wir vielmehr trachten sollen, die Jewish Agency in ihrem Rahmen zu aktivieren. Ich glaube, daß es hier noch große Möglichkeiten gibt. So scheint es mir vor allem wichtig, ihr konkrete Aufgaben zu geben. Herr Frankel hat hier vor zwei Jahren das schöne Projekt der Investment Corporation gebracht, und die Idee hat auch einen schönen Anfang gehabt. "Wir sollten sie mit neuer Energie aufnehmen. Man soll nicht immer nur mit dem Keren Hajessod arbeiten, sondern auch mit dem Gedanken von Investitionen in Palästina. Eine solche Aufgabe für die Jewish Agency ist auch die Förderung der Privatinitiative. Herr Zuchowitzki hat uns vieles darüber gesagt, und wir haben eben auch im Kongreß ein Initiativkomitee begründet, das sich mit diesem Plan beschäftigen soll. So kann man das Interesse von Tausenden neuen Menschen erwecken, und auf diesem Wege werden schließlich auch die Fonds gewinnen. Man könnte heute schon viel weiter sein, wenn man rechtzeitig die Bewegung der Privatinitiative richtig organisiert hätte. Dazu kommt noch ein psychologisches Moment. Wir haben damit zu rechnen, daß jetzt auch Angehörige mittelständischer Schichten in den Vereinigten Staaten für die Privatinitiative in Palästina zu gewinnen sind. Es sind Tausende Familien in Amerika, Afrika, Polen und auch in anderen Ländern, bei welchen man heute mit ruhigem Gewissen dafür agitieren kann, daß sie ihr Kapital in Palästina anlegen. Diese Bewegung sollte jetzt von den Finanzmännern der Jewish Agency unterstützt werden. Dann werden wir viel bessere Resultate in der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas erzielen, als dies bis jetzt der Fall war. Ich möchte zum Schluß noch auf einen Absatz in der Rede des Präsidenten eingehen. Unser Bedarf an politischen Reden ist in diesen zwei Wochen zwar vollständig gedeckt worden; dennoch möchte ich wegen des Absatzes, in welchem von einer Selbstregierung in Palästina gesprochen wurde, um Aufklärung bitten. Wie kann man jetzt von einer Selbstverwaltungskörperschaft in Palästina sprechen, da die Araber das Mandat nicht anerkennen und uns ihre Antwort in den Pogromen vom August 1929 gegeben haben? Ein Volk, welches in dieser unmenschlichen Weise gegen das jüdische Volk vorgeht, ist nicht fähig, eine Selbstverwaltung zu führen. Es scheint mir richtig zu sein, daß die Jewish Agency sich mehr mit wirtschaftlichen Fragen beschäftigt, als mit den Fragen der Organisation oder der Politik. Die wirtschaftlichen Fragen sind für uns jetzt von ungeheurer Wichtigkeit, und gerade hier hat die Jewish Agency ein gewaltiges Gebiet fruchtbarer Arbeitsmöglichkeit vor sich (Beifall). DAVID AWISSAR (Erez Israel — spricht hebräisch): Wir sprechen schon seit zwei Wochen über politische Fragen, und ich möchte, daß wir in den zwei Tagen, die wir hier vor uns haben, über den konkreten Aufbau von Erez Israel sprechen sollen. Bekanntlich hat der Emergency Fund seinerzeit für die Errichtung von Hebron einen Betrag von 50.000 Pfund bewilligt. Leider hat aber der Emergency Fund bisher für Hebron nichts getan. Erez Israel ist sehr klein. Transjordanien hat man uns weggenommen, Nablus, Jenin und Gaza sind für die Juden gesperrt. Und wenn der Emergency Fund jetzt Hebron für die Juden sperren wird, so wird Erez Israel um ein Drittel verkleinert werden. Das wird eine große nationale Ge- 36*

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