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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 550

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 550 (sequence 553)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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550 2. Council-Sitzung: Finanz-Bericht nahmen zu beraten, die getroffen werden müssen, um der ernsten Situation gerecht zu werden. Nur äußerste Sparsamkeit und Erneuerung der Opferwilligkeit für Palästina wird uns die Gesundung unserer Finanzen und damit die Konsolidierung unserer gesamten Arbeit in Palästina ermöglichen. Auch unter den gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Schwierigkeiten wird und muß es möglich sein, diese minimalen Beträge aufzubringen, die für die Erhaltung unserer Positionen im Lande notwendig sind. Wir müssen unseren wirtschaftlichen Plan für das nächste Jahr darauf einstellen, wenigstens die Erhaltung unserer wirtschaftlichen und sozialen Positionen zu sichern. Haben wir einmal dieses schwere Jahr überwunden, dann können wir einen neuen kolonisatorischen und wirtschaftlichen Vorstoß machen. Ich glaube, daß die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas uns zu großem Optimismus berechtigt und uns das Recht und die Möglichkeit gibt, den Juden der Welt zu sagen, daß die Arbeit in Palästina ihre geistigen und materiellen Früchte trägt. Natürlich konnte sich Palästina der wirtschaftlichen Entwicklung der Welt nicht entziehen. Die allgemeine Krise hat einen gewissen Einfluß auf Palästina gehabt. Wir müssen auch in Betracht ziehen, daß der Boykott und die Unsicherheit nach den Unruhen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage bewirkten. Wenn wir aber die Gesamtsituation betrachten, so müssen wir feststellen, daß auch in den beiden letzten Jahren, Jahren einer starken weltwirtschaftlichen Depression und einer besonders schwierigen Lage in Palästina, das Land einen geradezu bewundernswerten Aufschwung genommen hat. In einer Zeit, wo die Judenheit aller Länder tagtäglich eine wirtschaftliche Position nach der anderen verliert, ist Palästina das einzige Land, wo Juden tagtäglich wirtschaftliche Positionen gewinnen und das ganze Land einen Aufschwung genommen hat. Die Möglichkeiten, die sich in Handel und Industrie schon eröffnet haben, wenn man daran denkt, daß die junge palästinensische Industrie schon nach Syrien exportiert und die ersten Fühler erfolgreich nach dem Irak ausstreckt, geben uns die Berechtigung zu glauben, daß diese Entwicklung sich fortsetzen wird, wenn sie von einer mächtigen Organisation, wie sie die Jewish Agency potentiell darstellt, unterstützt werden. Die wirtschaftlichen Positionen des Judentums in Palästina sind sehr groß. Eine gewaltige Position besitzen wir in der Orangenzone. Wir haben die wirtschaftlichen Schlüsselpositionen in der Industrie, das Ruthenberg-Werk und das Werk am Toten Meer, in unserer Hand, wichtige Ländereien am Hafen von Haifa, durch den Emek wird die Pipeline von Mosul geführt werden, die Bagdad-Bahn wird durch jenen Teil Palästinas gehen, der in jüdischer Hand ist. Große Möglichkeiten stehen noch offen und werden unzweifelhaft vom jüdischen Unternehmungsgeist ausgenützt werden. In den letzten Jahren wurden neue Möglichkeiten für die Erschließung des Landes für die Touristik geschaffen. Und wenn in den letzten zwei Jahren mehr als 10.000 Einwanderer neu ins Land gekommen sind und wir eine Arbeitslosigkeit von nur 3000 Menschen haben — das sage ich im vollen Bewußtsein, daß diese Zahl für ein kleines Land, wie Palästina, schwer zu ertragen ist —, wenn aber diese Arbeitslosigkeit mit bewundernswerter Ausdauer ertragen wird und ernstere Schwierigkeiten noch nicht entstanden sind, so berechtigt uns all das zu einem großen Optimismus. Übrigens könnte, diese Arbeitslosigkeit, die zur Hälfte landwirtschaftliche Arbeiter umfaßt, die in einigen Monaten bei der Orangenernte Beschäftigung finden werden, mit Auf-

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