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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 549

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 549 (sequence 552)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Senator 549 pen bis auf 550.000 Pfund. Aber diese Herabsetzung hat nicht genügt, denn wenn wir noch im März 1930 der Ansicht sein konnten, daß der größere Teil der Rückstände bei den Sammlungen eingeholt werden könne, so hat sich inzwischen gezeigt, daß diese Annahme nicht zutraf. Wir hatten aus Amerika 450.000 Pfund erwartet, aus den nichtamerikanischen Ländern 350.000 Pfund, die tatsächlichen Eingänge aber waren 130.000 und 220.000 Pfund. So hatte die Exekutive nur mit einem tatsächlichen Eingang von 350.000 Pfund zu rechnen, und wir wären schon damals in eine schwierige Lage gekommen, wenn nicht die Herren Warburg und Wassermann uns durch Anleihetransaktionen geholfen hätten, über die schwierigste Situation hinwegzukommen. % Die wirtschaftliche Krise, die in Amerika einsetzte, hatte eben zur Folge, daß die unter guten Auspizien unternommene Sammlung für Palästina und die Arbeiten des Joint in Osteuropa, Allied Jewish Campaign genannt, bei weitem nicht die Resultate ergab, die wir in Aussicht genommen hatten. Die Erfahrungen des Budgetjahres 5690 veranlaßten das Administrativkomitee in seiner Sitzung vom August 1930, ein viel kleineres Budget aufzustellen, als in Zürich geschehen war. Wir haben ein Budget von nur 545.000 Pfund aufgestellt, worin ein Betrag von 145.000 Pfund für die Zahlung von Verpflichtungen enthalten war. Beachten Sie das Wort „Verpflichtungen". Es handelt sich nicht nur um Schulden, sondern auch um andere Verpflichtungen und wirtschaftliche Investitionen, sodaß das eigentliche Budget nur etwa 400.000 Pfund betrug. Dieser Betrag sollte folgendermaßen aufgebracht werden: Je die Hälfte, je 200.000 Pfund, sollten von Amerika und den nichtamerikanischen Ländern aufgebracht werden. Außerdem sollten die oben genannten 145.000 Pfund durch eine spezielle Anleiheaktion beschafft werden, die einen Betrag von 400.000 Pfund zur Tilgung von Verpflichtungen — verteilt auf eine Reihe von Jahren — ergeben sollte. Nach einigen Monaten hat sich leider herausgestellt, daß diese Aktion nicht durchzuführen war. So entstand schon von vornherein ein Ausfall von 145.000 Pfund. Die immer stärker fühlbar werdende Krise einerseits und die inneren Verhältnisse in der Zionistischen Organisation und der Mangel eines Ausbaues der Jewish Agency bringen es aber mit sich, daß wir auch die anderen Beträge nicht erreichen werden. Wir werden in diesem Jahre von Amerika wahrscheinlich nur denselben Betrag erhalten, den wir im vorigen Jahre unter Abzug der Eingänge für den Emergency Fund erhielten, etwa 130.000 Pfund, und von den europäischen Ländern einen Betrag von 150.000 Pfund bekommen nebst einer Spende des Barons Rothschild in Höhe von 30.000 Pfund, die er im Januar dieses Jahres der Agency zur Verfügung gestellt hat. Unsere Eingänge werden also im ganzen 310.000 bis 320.000 Pfund betragen gegenüber einem Budgetvoranschlag von 545.000 Pfund, wie er nach damaligen vorsichtigen Schätzungen in Aussicht genommen war. Diese Situation hat natürlich auf die Arbeit der Palästina-Exekutive und auf die gesamte Arbeit der Organisation ihre Wirkungen geübt. Zunächst hat es dazu geführt, daß neue Ersparnismaßnahmen organisatorischer Art notwendig waren. Es mußten aber auch Einschränkungen in der Arbeit durchgeführt werden. Ferner haben wir, nachdem wir gewisse Schuldverpflichtungen zurückgezahlt haben, neue Verpflichtungen kontrahieren müssen, da der große Ausfall nicht durch Ersparnisse allein einzubringen war. Wir müssen feststellen, daß sich die Lage auch in den letzten Monaten nicht gebessert hat. In den Kommissionen werden wir Gelegenheit haben, über die Maß-

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