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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 532

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 532 (sequence 535)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/. Council-Sitzung: Gedenkrede auf die Toten weil sie heute die alte Stätte besitzen. Obzwar ich damit vielleicht Einwendungen hervorrufe, möchte ich sagen, daß ich persönlich glaube, wenn die mohammedanische Welt diese Stätte heute wieder dem jüdischen Volk anbieten würde, damit es den Tempel wieder erbaut und den Opferdienst erneuert, so würde das jüdische Volk dieses Anerbieten nicht akzeptieren. Es ist einiges in den ioöo Jahren seit der Zerstörung des Tempels geschehen, und dazu gehört, daß das jüdische Volk niemals mehr den Opferdienst der Väter von vor tausend Jahren aufnehmen wird. Gebete haben den Platz der Opfer eingenommen, un'schallmah farim sefatenu. Auf Seiten des jüdischen Volkes kann keine Absicht bestehen, die Moschee zu stören, die auf dem alten Tempelplatz errichtet ist, und nichts als Unwissenheit oder Böswilligkeit ist die Ursache gegenteiliger Gerüchte. Was diese Versammlung betrifft, so bitte ich den Council zur Kenntnis zu nehmen, daß seine Angelegenheiten regelrecht von den Funktionären und dem Administrativkomitee behandelt worden sind. Wie ich es sehe, vom Standpunkte der Organisation besteht die Notwendigkeit gewisser Ergänzungsbeschlüsse zur Interpretation unserer Verfassung. Auf Bitte des American Provisional Committee sind Vorschläge vorbereitet worden, die einer von Ihnen einzusetzenden Unterkommission für diese Angelegenheit vorgelegt werden sollen. Das Budget, sowohl nach seiner Einkommenals auch nach seiner Ausgabenseite, die lebenswichtige Frage der Schuldendeckung, die Frage der Beziehungen der Jewish Agency zur britischen Regierung und zur Palästinaregierung, interne Fragen der Beziehung der Jewish Agency zur Zionistischen Weltorganisation und zum Waad Leumi beanspruchen alle unsere Aufmerksamkeit. Es gibt auch Fragen betreffend die Beziehung der Agency zu Körperschaften, die in und für Palästina arbeiten und nicht direkt mit der Agency verbunden sind, aber innerhalb ihrer Interessensphäre stehen, denn alle Körperschaften, die am Aufbau Palästinas teilnehmen, wirtschaftlich, sozial, pädagogisch, religiös sind von Wichtigkeit für uns. Ich nenne Institutionen wie den Keren Kajemeth, die P.I.C.A., die Palestine Economic Corporation und die Hebräische Universität. Für diese und andere Spezialfragen sollen Kommissionen gebildet werden. Ich bete und hoffe, daß uns gewährt wird, unsere Pflichten ebenso zu sehen wie unsere Rechte. Und wenn wir unsere Ansprüche auf freie Siedlung im Lande, soweit die wirtschaftlichen Möglichkeiten sie erlauben, erheben, sollen wir allen Menschen durch Wort und Tat kundgeben, daß wir bei dieser Bemühung nicht Gewalt, sondern Gerechtigkeit vor Äugen haben und begierig sind, allen auf dem Lande Angesiedelten die Möglichkeit für ihr Auskommen, für die Entwicklung und Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu geben. Um das zu erreichen, bitten wir die britische Regierung und die Palästinaregierung, in unsere ehrlichen Absichten vollen Glauben zu setzen. Wir bitten das arabische Volk, sich uns und der britischen Verwaltung anzuschließen zu einer gemeinsamen Bemühung, das Land zu einer geeigneten Stätte des Lebens zu machen. Wir bitten die Welt, die christliche und mohammedanische, zu bedenken, daß wir ein kleines Volk sind, daß wir weder Armeen noch Flotten haben, daß uns aber ein Geist trägt, der uns berechtigt, vor allen anderen Menschen mitzuwirken beim Aufbau des heiligen Landes zu seinem einstigen Glänze und so vielen Juden, als das Land aufnehmen kann, die Möglichkeit zu geben, hier zu leben ohne Schaden oder Unrecht für jemanden anderen-

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