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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 531

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 531 (sequence 534)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8339-3484488
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Adler 53* keit der Welt erlitten, daß man sich darauf verlassen kann, es werde auch nicht den Schein einer Ungerechtigkeit von seiner Seite aus dulden. Nur durch Gerechtigkeit kann Zion wiedergewonnen werden. Zion bemischpat tipadeh. Diese Erwägungen gelten auch bezüglich der jüngsten Agitation für die Entwicklung von Selbstverwaltungskörperschaften in Palästina. Geht man an dieses Problem im richtigen Geiste heran, und wird als Voraussetzung anerkannt, daß ein gegenseitiges Verständnis zwischen Juden und Arabern bei einer Round- Table-Konferenz erreicht werden muß, so habe ich keine Furcht, daß wir dabei etwas verlieren. Trotzdem die Begeisterung über Parlamentarismus in einzelnen Ländern ziemlich verschwunden ist, infolge der offensichtlichen Wirkungsfähigkeit von Diktatoren, haben wir, die wir aus demokratischen Ländern kommen, unsere tiefverwurzelte Überzeugung von der Gerechtigkeit und politischen Weisheit einer Selbstverwaltung nicht aufgegeben. Als in der Regierungsperiode von Sir Herbert Samuel eine Form der Selbstregierung vorgeschlagen wurde, war die Jewish Agency (damals die Zionistische Organisation) bereit, sie zu akzeptieren, die Araber nicht. Wenn heute neue Vorschläge gemacht werden, so hoffe ich, daß die Juden sich nicht in die Situation bedingungslosen Ablehnens begeben werden. Da einmal von allen in Betracht kommenden Stellen zugegeben ist, daß wir Juden nach Palästina auf Grund des Rechtes und nicht auf Grund der Duldung gehören, ist die Angelegenheit der Zahl — wenn auch gewiß sehr wichtig — dennoch eine Frage zweiten Ranges. Ich will mich nunmehr der Angelegenheit der Klagemauer zuwenden, die den Auftakt, wenn nicht gar den Grund der Unruhen vor zwei Jahren gab. Viele Jahre lang bildete sie den Mittelpunkt für Beunruhigung und Schwierigkeiten. Die britische Regierung hat mit Zustimmung des Völkerbundes eine Kommission eingesetzt, um die Rechte und Ansprüche der Moslems und Juden festzusetzen. Der Bericht dieser Kommission ist vor einigen Wochen veröffentlicht worden. In der Hauptsache stimmt die Entscheidung der Kommission mit dem von der Jewish Agency vorgelegten Material überein, und ich spreche die Hoffnung aus, daß die Konklusionen der Kommission bei allen in Betracht Kommenden Anklang finden werden. Kein Anspruch auf Besitzrechte an der Klagemauer wurde von unserer Seite erhoben. Wir beanspruchen nur freien Zutritt zum Gottesdienst, und dieser Anspruch ist auch anerkannt worden. Ich spreche nicht volle Befriedigung mit dem Bericht aus. Die Gebetshandlungen sind eingeschränkt durch das Verbot des Schofarblasens an Tagen, wo uns dieses vorgeschrieben ist. Ich anerkenne jedoch, daß die Kommission eine schwere und zu Zeiten verwirrende Aufgabe hatte und daß von ihrer Seite nicht die Absicht bestand, auf das jüdische Zeremoniell einen Einfluß zu nehmen, sondern eine Lösung zu finden, die recht und billig ist und den Frieden fördert. In diesem Zusammenhang fühle ich mich verpflichtet, vom Tempelplatz selbst zu sprechen, so sehr dieses Thema mit Schwierigkeiten belastet ist. Die heiligen Stätten des Islam sind Mekka und Medina. Mekka ist es, wohin sich der gläubige Mohammedaner im Gebete wendet. Dorthin macht er seine Pilgerfahrt. Auch die Omarmoschee ist ein Platz großer Heiligkeit für die moslemische Welt. Was uns betrifft, wissen wir, trotzdem wir immer wegen der Zerstörung des Tempels trauern, daß er von den Römern Jahrhunderte vor der Entstehung des Islam zerstört wurde. Der Islam ist in keiner Weise für die Zerstörung des Beth Hamikdasch verantwortlich, und wir hegen keine Abneigung gegen die Moslems, 34*

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