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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 530

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 530 (sequence 533)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8338-3484487
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53° i- Council-Sitzung: Eröffnung Balfour-Deklaration und die Bedingungen des Mandates, und es liegt nicht in der Macht einer von beiden Vertragsparteien, die Präambel oder die Bedingungen der Konstitution zu revidieren, ohne gleichzeitig entweder eine Revision dieser Konf stitution oder der Bedingungen des Vertrages formell in Aussicht zu nehmen. Ein anderer Vorgang wäre ein Bruch des Vertrages. Tatsache ist, daß drei Partner vital betroffen sind: die britische Regierung, das arabische Volk und das jüdische Volk, wobei der Völkerbund die Aufsicht über die Durchführung des Mandates innehat. Es ist notwendig, daß diese drei Parteien zu einer Verständigung kommen, sonst kann das Land nicht prosperieren, und es wird wieder Beunruhigung geben, wenn nicht mehr. Nun ist die Situation, wie mir scheint — und ich spreche nur für mich selbst — ungefähr die folgende: Dieses Land ist während des Krieges von England erobert worden. Unter den Gesetzen des Krieges hätten die Engländer, wenn sie gewollt hätten, dieses Land als ihr Eigentum annektieren und daraus eine Kronkolonie oder sonst etwas nach ihrem Wunsche machen können. Sie haben ausdrücklich während des Krieges diese Absicht verneint und eine andere Möglichkeit gewählt, die ihren Niederschlag in der Balfour-Deklaration fand, welche später ins Mandat aufgenommen wurde. Da wir nach allgemeiner Annahme heute alle Realisten sind, sollte es ganz klar sein, daß die Engländer Palästina nicht zugunsten der Araber, noch auch in dieser Beziehung zugunsten der Juden eroberten. Sie eroberten es aus den Händen der Türken als notwendigen Teil innerhalb der Kriegsoperationen der Alliierten, im Interesse der Alliierten und des britischen Reiches. Später unternahmen sie es, im Zusammenhang mit den Alliierten und verbündeten Mächten die in der Balfour-Deklaration enthaltene Verpflichtung zu erfüllen, vermittels des öffentlichen internationalen Rechtes, welches in dem als Mandat bekannten Dokument beschrieben ist. Aber ohne eine sympathisierende Regierungsverwaltung, ohne eine Administration in Palästina, die bereit ist, nicht nur als lästige Verpflichtung diesen Plan durchzuführen, sondern aus der wahren Freude an der Wiederherstellung dieses Landes, das drei Religionen heilig ist, können alle Verpflichtungen des Mandates zunichte werden. Die Araber haben konstant eine formelle Haltung der Nichtanerkennung des Mandates angenommen und das heißt, der Regierung, unter der sie leben, obwohl sie gleichzeitig alle Vorteile akzeptieren, die sich aus der Anwesenheit eben dieser Regierung ergeben, Vorteile der ökonomischen, sozialen und sanitären Entwicklung, die möglich geworden sind durch das Einströmen jüdischer Arbeit, jüdischen Kapitals und jüdischer Ideale. Unsere eigene Haltung war klar und beständig. Wir gehören nach Palästina auf Grund des Rechtes und nicht der Duldung. Das jüdische Nationalheim ist international garantiert. Unsere Position ist gesetzlich anerkannt, und innerhalb dieses Rahmens bestreben wir uns im heiligen Lande die moralischen, sozialen und intellektuellen Ideale des jüdischen Volkes zu entwickeln. Es ist nicht in unserer Macht, aber auch nicht in unserem Willen, ein Volk zu depossedieren, das auf diesem Boden viele Jahre lang gelebt hat- Gewiß konnten Mißverständnisse entstehen, wenn akademische Annahmen von Seiten der Juden in Bezug auf Landbesitz und Arbeit mehr als Angelegenheiten der Praxis als des Prinzips angesehen worden wären. Es lohnt sich, diese Möglichkeiten zu prüfen. Das jüdische Volk hat so viel durch die Ungerechtig-

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