Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 528 (sequence 531)
- Language
- German, English, Hebrew
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ji8 /. Council-Sitzung: Eröffnung beträchtliche Bevölkerung bereitgestellt werden soll, eine Bevölkerung, die hoffentlich dauernd wachsen wird, und wir auf Rückzahlung und Wiederverwendung des Kapitals nicht rechnen können, dann kann man diese Bevölkerung nicht als „selbsterhaltend" bezeichnen. Wir haben jetzt einen Stand von 160.000 bis 175.000 Seelen jüdischer Bevölkerung in Palästina erreicht, in einem Land von etwa dem halben Umfang der britischen Inseln. Eine solche Bevölkerung soll und wird auch zweifellos durch ihre eigene Stärke allmählich die Verpflichtungen und Funktionen über- . nehmen, die man von irgendeiner Gemeinschaft erwarten darf, wobei ich besonders an Erziehungs- und Gesundheitswesen denke. Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen, daß die Übertragung dieser Arbeitsgebiete auf den Jischuw ernstlich in Angriff genommen wird. Wir und Palästina stehen nicht vereinzelt mit den Enttäuschungen der letzten zwei Jahre da. Die größten Völker haben ebenso Wechselfälle des Schicksals erlitten. Wir können von ihnen lernen. Vielleicht können wir kein Moratorium erklären, wie das eben anderswo geschehen ist und wie es unser Schatzmeister wohl auch sehr begrüßen würde. Aber wir können ein Moratorium für unsere Parteiungen erklären, für unsere Meinungsverschiedenheiten und bloß akademischen Diskussionen und lernen, daß das, was wir heute brauchen, nicht Spaltung ist, sondern Kooperation. Das soll unsere Grundeinstellung sein. Wenn wir nicht untereinander kooperieren können, wie können wir erwarten, daß die Welt oder ein Teil von ihr mit uns kooperiert? Es ist nur natürlich, daß unsere Arbeiten während der letzten zwei Jahre manche Schwächen an den Tag gebracht haben, die verbessert werden müssen. Wollen wir in diesem Punkte vollkommen klar sein! Bei der Organisierung der Agency wurde niemals daran gedacht, daß die Zionistische Organisation aufgelöst werden soll. Im Gegenteil, es war und ist erwünscht, daß sie wachsen und stark werden soll, aber wenn es zur Behandlung der Angelegenheiten der Agency kommt, dann sollte die Zionistische Organisation sich mit der Vertretung begnügen, die sie durch die Jewish Agency hat, sodaß vollkommene Einheit der Aktion besteht. In der Partnerschaft der Agency waren die Vorteile auf Seiten der Zionistischen Organisation- Sie war gut organisiert, 50% aller Delegierten wurden von ihr gestellt, sie hatte den Vorteil der Disziplin und pflegte sich vor Sitzungen des Councils oder des Administrativkomitees zu versammeln und über die von ihr einzuhaltende Politik Beschlüsse zu fassen. Im Gegensatz dazu kamen die Nichtzionisten ohne Organisation, meist als Individuen, und die Einheitlichkeit der zionistischen Politik war vorherrschend, ja dominierend. Wir treten nicht für eine Veränderung dieses Zustandes ein, aber wir sagen, daß dies die zionistischen Aspirationen voll befriedigen kann. Aber wir haben Energieverschwendung und Doppelspurigkeit in der Arbeit beobachtet, und eine gewisse Verwirrung bei den Trägern der schwierigen Arbeit in London infolge der Gegensätzlichkeit der Empfehlungen, und da diese Dinge nicht ohne Geldausgaben geschehen können, Unkosten für Organisation und Reisen in einem Zeitpunkt, wo Palästina in Not war. Fügen Sie weiter die Verwirrung hinzu, die durch das unabhängige Vorgehen des Waad Leumi entstanden ist, unabhängig von den Instanzen der Agency, unabhängig von der Exekutive, ein Vorgehen, das bei einigen Gelegenheiten zur Überreichung separater Memoranden und Berichte an die Permanente Mandats-