Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 527 (sequence 530)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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Adler 5*7 dieser Ziffer, trotzdem sie sehr interessant sind, nicht aufzuhalten, da diese Aufstellung vorliegt. Außerdem betrug die Summe der gezeichneten Beträge für Stiftungen oder Neubauten an der hebräischen Universität im Laufe der letzten fünf Jahre 2,000.000 Dollar. Die Sammlungen für die normalen Zwecke der Agency durch den Keren Hajessod waren in anderen Ländern besser als in Amerika, die Verminderung in diesen Ländern betrug gegenüber früheren Jahren 25 Prozent, was die großen Schwierigkeiten zeigt. Man muß sagen, daß die allgemeine Depression, die den größten Teil der Welt erfaßt hat, Palästina später traf als irgend ein anderes Land. Es gab dort verhältnismäßig weniger Arbeitslosigkeit als anderswo. Der Orangenexport wuchs, die erzielten Preise verbesserten sich. Der Plan zur Ansiedlung von 1000 Familien ist zwar bedauerlicherweise noch nicht im Stadium der Ausführung, aber er hat entschiedene Fortschritte gemacht. Bankverluste gab es nicht. Abgesehen von anderen wichtigen Fortschritten in der Wirtschaft ist hinzuweisen auf die Entwicklung des Hafens von Haifa, die kommende Schaffung der Petroleum-Leitung zu diesem Hafen, den Beginn der Arbeit am Toten Meer, was überall als ökonomischer Fortschritt ersten Ranges angesehen werden könnte; und hoffentlich wird trotz der bedauerlichen Verzögerung durch den Dammbruch bei den Wasserkraftwerken diese Unternehmung bald in voller Tätigkeit sein, zum Nutzen aller Einwohner des Landes- Alle diese Dinge sind nicht mein Metier. Aber ich darf wohl sagen, daß, soweit es die Agency betrifft, wir alle den Willen haben, daß das große Werk in Palästina auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis, nicht auf einer Basis des Almosens erbaut werden soll. Es wäre nicht gut für unser Werk, selbst wenn es prosperieren würde, daß es auf den Schultern einiger weniger ruhen sollte. Ich habe vor kurzem die Vorschläge für eine große volkstümliche Mitgliedschaftskampagne der Jewish Agency gelesen, die ohne Rücksicht darauf gemacht werden soll, ob einer Zionist oder Nichtzionist ist oder welcher Richtung der Zionisten oder Nichtzionisten er angehört. Ich bin nicht sicher, daß der Vorschlag, eine Million Mitglieder mit einem Beitrag von einem Pfund jährlich zu werben, durchführbar ist, und manche dürften fähig und willens sein, viel größere Beträge jährlich zu leisten, aber die Idee ist richtig, und ich ersuche die entsprechenden Körperschaften, sie günstig zu behandeln, sodaß eine gewisse Sicherheit in Bezug auf Budget und Einnahmen geschaffen wird. Ein Budget auf aktuellen Notwendigkeiten aufzubauen, ist gesund, wenn man Steuergewalt hat, aber bis heute hing die Arbeit in Palästina von den freiwilligen Gaben des jüdischen Volkes ab. Diese variierten mit den Zeitläuften und den Stimmungen des Volkes, sodaß das Budget nicht ein richtiges Budget war. sondern eine fromme Hoffnung, eine Aspiration, wenn Sie wollen; auch jemand, der kein Financier ist, kann die Unsicherheit eines solchen Planes leicht erkennen. Mit Ausnahme derjenigen Beträge, die ihrer Natur nach au fonds perdu gehen, müssen alle gesammelten Gelder als Investierungen behandelt werden, die rückzahlbar sind und ein Umlaufskapital schaffen, durch welches mehr und mehr Arbeit geleistet werden kann. Wird das nicht ausgeführt, so täuschen wir uns letzten Endes mit der Vorstellung, daß wir eine unabhängige Bevölkerung in Palästina schaffen. Wenn eine dauernde und wachsende Unterstützung für eine