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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 473

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 473 (sequence 476)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Motzkin 473 nicht der schwersten und gefährlichsten Krise aussetzen wollen. Ungeachtet des Umstandes, daß gerade während der Sommermonate die Durchführung einer solchen Aufgabe äußerst erschwert ist, hat schon der Zionistenkongreß eine Notstandssammlung eingeleitet und verpflichtet alle Gesinnungsgenossen, ihre ganze Kraft dieser heiligen Aufgabe zu widmen. Unsere romantische Stimmung gegenüber der großen Palästinaarbeit wird durch diese trockene Materie nicht vermindert werden. Im Augenblick ist diese Arbeit eine der weihevollsten Aufgaben, und ich hoffe, daß wir uns nicht mit jüdischem Witz, sondern mit ernstem Tun an die Erfüllung der von dem Kongresse gestellten Aufgabe begeben werden. Gelingt es uns aber, auch in der Zeit, in der das gesellschaftliche Leben stiller ist, in zionistischen Kreisen die Hälfte/ also einen Betrag von 50.000 Pfund zusammenzubringen, so werden wir von der anderen Seite die andere Hälfte erhalten, wie uns versichert wurde. Ich appelliere daher an Sie alle, ob Sie nun mit dem Kongreß und der Exekutive zufrieden sind oder nicht, ich appelliere an die Teilnehemr unserer Tagung und ebenso an alle diejenigen fest und ernstlich überzeugten Gesinnungsgenossen, die nicht mit uns sind, die aber draußen voll Spannung unsere Arbeiten verfolgen, daß sie in den nächsten Wochen die in Basel eingeleitete Notstandsarbeit weiterführen und der neuen Exekutive die Möglichkeit verschaffen, uns über eine der schwersten Krisen hinwegzuhelfen. Ich bin am Schlüsse. Ich glaube, daß wir in einer ruhigeren Zeit, wenn wir •die ganzen Verhandlungen retrospektiv durchsehen werden, finden dürften, daß wir in diesen Tagen in Basel sehr viel zionistisches Leben, zionistisches Gemüt, zionistisches Wollen zum Ausdruck gebracht haben und daß es gilt, dieses Wollen in den nächsten Jahren zur wirklichen Erlangung des jüdischen Nationalheimes zu realisieren, daß es gilt, schon während der nächsten Etappe, zwischen dem XVII. und dem XVIII. Kongreß, große Erfolge zu erzielen, damit wir zum kommenden Kongreß in einer anderen Stimmung uns einfinden, als es während •der jetzigen Tagung der Fall gewesen ist. Ich habe häufig während des Kongresses sagen hören, daß ihm die richtige Stimmung fehle, daß der Enthusiasmus, den die hohe Idee des Zionismus auszulösen vermag, hier nicht in Erscheinung getreten ist. Nun wohl, es ist richtig, daß wir uns unter dem Druck der furchtbaren Vorgänge vom August 1929 und unter den mannigfaltigen ungerechten Beurteilungen unserer herrlichen und opfermutigen Aufbauarbeit, sowie unter dem Druck der schweren politischen und finanziellen Konsequenzen befanden. Es ist uns aber auch während dieses Kongresses nicht eingefallen, auch nur einen Augenblick an der Kraft des Zionismus zu zweifeln. Darum ist es lächerlich, im Anblick einer solchen Fülle von ernstem Denken und ernstem Wollen von „Stimmung" zu sprechen. Wir werden dieses unwesentliche und unser Inneres nicht treffende Wort „Stimmung" vergessen und auch in dieser neuen Etappe nur daran denken, welche Pflichten der Kongreß, der Zionismus, Erez Israel uns auferlegt hat. Ich schließe den siebzehnten Zionistenkongreß (Stürmischer, sich immer erneuernder Beifall, die Delegierten und Gaste erheben sich und stimmen Hatikwah an). Schluß der Sitzung 22 Uhr 15 Min.

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