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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 472

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 472 (sequence 475)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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47* 24- Kongreß-Sitzung: Schlußreden willigen Feinden die stärksten Waffen liefern. Diesen Zustand können wir für die Dauer weder organisatorisch, noch finanziell, noch ideologisch aushalten. Wollen wir uns daran erinnern, daß wir in einer Zeit leben, die, wegen der immer wachsenden Widerstände und Gegnerschaften, zu den schwierigsten und barbarischsten Mitteln greift. Erinnern wir uns daran, daß wir sowohl finanziell als politisch und infolgedessen auch organisatorisch vor außerordentlichen Schwierigkeiten und Aufgaben stehen. Da brauchen wir jeden Soldaten und jeden Offizier der großen zionistischen Armee für die gemeinsame Arbeit und können es uns nicht leisten, daß wir, anstatt unsere sich immer mehr wappnenden Gegner zu bekämpfen, unsere Pfeile gegen uns selbst richten. Jeder hat heute die Pflicht, zu welcher Gruppe er auch gehören und welche Stimmungen er auch empfinden mag, und sei es selbst die größte Mißstimmung, jeder hat die Pflicht, heute mitzuwirken. Dafür spreche ich, auf die Gefahr hin, als ein „Rodef Schalom" im Sinne der zionistischen Befriedung der zionistischen Differenzen verschrien zu werden, was von vielen als Schwäche aufgefaßt wird, und ich wende mich so an Sie auf Grund der Beziehung, welche Sie zu mir haben, auf Grund der Tatsache, daß ich, wie es heißt, unter Ihnen ein gewisses Vertrauen besitze und mir die Eigenschaft objektiver Beurteilung aller Richtungen zugeschrieben wird. Zum Vorteile des Zionismus, dem wir alle unser Leben widmen, möchte ich für diese gegenseitige Anerkennung wirken. Stellen Sie sich vor, wie stark wir wären, was wir in der Welt bedeuten könnten, wenn unsere gesamte zionistische Presse, zu der die meisten jüdischen Zeitungen und Zeitschriften gehören, wenn unsere Organisationen und Institute, auf die wir einen Einfluß ausüben, mit Hilfe all der zahlreichen großen Persönlichkeiten, die zu uns zählen, statt einander zu beeinträchtigen, zu bagatellisieren und damit unmöglich zu machen, wenigstens in gewissen Intervallen einträchtig zusammenwirken könnten. Halten wir ein Jahr Frieden in unserer Bewegung und wir werden sehen, welche Macht wir schaffen werden, wobei ich stets nicht von einseitigem, sondern von gegenseitigem Frieden spreche. Auf dem exponierten Posten, auf dem ich in den letzten Jahren stand, habe ich oft Gelegenheit gehabt, die Gefahren zu sehen, in denen wir Juden und wir Zionisten uns befinden: in der jüdischen interterritorialen Welt beobachten wir auf der ganzen Linie, welch schwerer Kampf sich gegen unser Volkstum und gegen unsere Bewegung erhebt. Sollten wir in einer solchen Zeit so wenig unsere Interessen begreifen, um unsere Gegensätze in einen Zustand der ständigen Kriegführung zu verwandeln? Während dieses Kongresses haben wir in den Debatten einen Punkt drohender Natur meist nur vorübergehend gestreift, wir wollen aber auch zum Schluß unserer sehr ernsten Tagung, die Zionisten und Nichtzionisten viel Stoff zur Diskutierung des jüdischen Problems und der zionistischen Lösung dieses Problems gewährt hat, an unsere materielle Krise erinnern und es durchaus nicht verhehlen, daß wir in einer viel schwereren finanziellen Situation uns befinden, als es in den Debatten zum Ausdruck gekommen ist. Was in den Kommissionen oft wiederholt wurde, soll auch der Kongreß nicht vergessen. Oftmals haben wir uns gefragt, wie es möglich ist, daß wir nicht den größten Teil unserer Zeit der Aufgabe gewidmet haben, diese finanzielle Krise zu überwinden. Es sei Ihnen kurz und bündig verkündet und eingeschärft, ehe Sie auseinandergehen und zur Werktagsarbeit zurückkehren, daß wir bis zum i. Oktober einen Betrag von 100.000 Pfund aufbringen müssen, wenn wir unsere Aufbauarbeit in Erez Israel

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