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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 469

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 469 (sequence 472)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Motzkin 469 Auch den jüdischen Vertretern, obwohl sie ein Teil unseres Selbst sind, will ich für ihre Begrüßungen unseren Dank aussprechen, so dem Vertreter des Schweizerisch-Israelitischen Gemeindebundes und dem Vertreter der Schweizer Zionistischen Organisation. Wenn ich aber schon zu uns selbst gekommen bin, so sei gleich im Zusammenhang damit denen gedankt, die durch ihre Arbeit den Rahmen des Kongresses geschaffen, die die großen Vorbereitungsarbeiten gemacht Tjnd während des Kongresses die technische Erledigung unserer geschäftlichen Angelegenheiten ermöglicht haben. Ich meine unser Kongreß-Bureau und die an dessen Spitze stehenden Herren Dr. Kahn und Dr. Ulimann. Ich konstatiere mit großer Genugtuung, daß ich während des jetzigen Kongresses mit dem Bureau fast gar keine Konflikte gehabt habe, und wenn ganz vereinzelte Zwischenfälle vorkamen, so war es im Hinblick auf die Schwierigkeit der Aufgabe leicht zu verstehen. Ich habe beobachtet und kann es an mir selbst ebenfalls feststellen, wie leicht man in der Atmosphäre des Kongresses, wenn man trotz anstrengender Nervenbeanspruchung von zahllosen Teilnehmern und Gästen des Kongresses bedrängt wird, mißverstanden wird. Darum wollen wir auch manche Momente, die den einen oder den anderen von uns in Mißstimmung versetzten, vergessen und nur dessen gedenken, was das Bureau in einer Atmosphäre schwerer zionistischer Erlebnisse, unter denen ein Kongreß leiden muß, zu leisten hat. Bei dieser Gelegenheit will ich Herrn Dr. Ullmann zu seinem zehnjährigen Jubiläum als Mitglied des Kongreßbureaus die Glückwünsche des Kongreßpräsidiums übermitteln. Mit großer Anerkennung will ich sodann die Arbeit des Redakteurs der Kongreßzeitung, des Herrn Dr. Hermann, und seiner bescheidenen, aber ausgezeichnet arbeitenden Mithelfer, hervorheben. Obschon ich im allgemeinen eher zur Kritik neige und dann stärkere Worte finde, will ich in diesem Falle den Ausdruck unserer Befriedigung zu Ihrer Kenntnis bringen, nachdem wir festgestellt haben, daß die Kongreßzeitung in bewährter und objektiver Weise unsere Verhandlungen wiedergegeben und damit ein Echo der Erlebnisse und Stürme dieses Kongresses der gesamten zionistischen und allgemein-jüdischen Welt gegeben hat. Die Ordner betrachte ich als zum Kongreß gehörig. Sie sind zwar nicht Delegierte, aber sie haben mehr als mitgestimmt. Sie haben oft unsere Delegierten bearbeitet, und ich erkläre Ihnen, zur Wahrung der Ehre dieser Ordner, daß sie ganz genau im Sinne der Fraktion, zu der sie gehören, gehandelt haben (Großer Beifall). Liebe Ordner, Ihr seid jung und macht es genau so, wie wir es gemacht liaben, als wir jung waren. Ich danke speziell der Basler Studentenverbindung Jordania, die mit großem Diensteifer ihre Geschäfte besorgt hat, aber ebenso den anderen, die aus der Ferne gekommen sind und in freiwilliger Arbeit von frühmorgens bis spät in die Nacht hinein uns ihre Hilfe haben zuteilwerden lassen. Nun will ich aber der Hauptstütze des Kongreßpräsidiums, dem Präsidialsekretär Dr. Herlitz, meine tiefen Empfindungen des Dankes zum Ausdruck bringen (Lebhafter Beifall). Er hat große und verantwortliche Arbeit geleistet und unter Bedingungen gearbeitet, wie wir sie schwieriger kaum an einem anderen Kongreß gehabt haben. Seine Aktivität war weit über das Maß einer einzelnen Person hinausgehend, wobei seine Geduld uns alle erfreut und erfrischt hat. Dabei kennen die meisten im Kongreß das Wirken dieses Mannes nicht in genügender Weise, um seine Arbeit zu würdigen. Ist doch das Wesen dieses Mannes ein anderes, als es bei seinen äußerlichen Aktionen in die Erscheinung trat. Er ist ein jüdischer Gelehrter, der hier Sekretärdienst leistet, und so ist er ein leuch-

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