Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 467 (sequence 470)
- Language
- German, English, Hebrew
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Motzkin, Berlin, Schmorak, Sokolow, Nurok 467 NAHUM SOKOLOW (Präsident der Zionistischen Organisation — spricht hebräisch): Ich möchte zum Schluß des Kongresses einige Worte sagen. Ich danke sehr dem Kongreß für das Vertrauen, das er mir geschenkt hat. Ich werde mich mit allen Kräften bemühen, mich dieses Vertrauens würdig zu zeigen. Sie wissen alle, daß ich den Posten des Präsidenten zu einer in jeder Hinsicht sehr schweren Zeit übernehme. Ich hielt es für meine Pflicht, dies zu tun. Ich scheide jetzt von meinen Freunden, mit denen ich zusammen in der Zionistischen Exekutive gearbeitet habe. Wir scheiden nicht im Geiste, sondern nur in den Posten, im Geiste werden wir vereint bleiben, und ich bin sicher, daß jeder von Ihnen seine Pflicht erfüllen wird. Ich halte es für eine Herzenspflicht, dem bisherigen Präsidenten der Zionistischen Organisation, meinem langjährigen Freunde Dr. Chaim Weizmann, einen <jruß zu übermitteln (Langandauernder Beifall, die Delegierten und Gäste erheben sich). Der Name Weizmanns wird in der Geschichte der jüdischen Renaissance verewigt bleiben. Ich bin sicher, daß er auch in Zukunft alle seine Kräfte — wir wünschen ihm Erhaltung und Verstärkung seiner Kraft — dieser Arbeit widmen wird, der er seine besten Jahre und Kräfte in der Vergangenheit gewidmet hat. Ich scheide mit Liebe und Gruß von meinen Freunden in der Exekutive. Mir wird die Trennung von diesen meinen Freunden sehr schwer, die zusammen mit mir in der Exekutive gearbeitet haben, mit Fleiß und Energie und in einer Stimmung von Freundschaft, ohne die keine Arbeit in der Welt möglich ist. Und ich bin sicher, daß diese Stimmung der Liebe und Freundschaft, von der die vorige Exekutive beherrscht war, auch in der neuen Exekutive herrschen wird, die jetzt diese Arbeit, die Arbeit der Generationen, die heilige Arbeit, die Arbeit der nationalen Renaissance übernommen hat. Ich wünsche uns allen, daß der Geist der Wachsamkeit und der Begeisterung für eine Idee, die in den enthusiastischen Diskussionen zum Ausdruck kam, <lie wir im Laufe von vielen Tagen und Nächten führten, daß dieser Geist auch in der praktischen Arbeit zum Ausdruck komme, die wir, ein jeder an seiner Stelle und auf seinem Gebiet, zu leisten haben. Jeder erfülle seine Pflicht. Ich wünsche, daß wir Ihnen, wenn wir beim nächsten Kongreß zusammenkommen, Rechenschaft über die Zunahme der jüdischen Bevölkerung in Erez Israel, die Erweiterung des jüdischen Bodenbesitzes in Erez Israel und eine stärkere Verbreitung der hebräischen Sprache in Erez Israel werden ablegen können (Andauernder Beifall). M. NUROK (Misr.y A.C.): Bevor wir auseinandergehen, habe ich noch eine besondere Pflicht zu erfüllen. Wenn unser XVII. Kongreß mit Erfolg bis ans Ende geführt wurde, so ist das in erster Linie das Verdienst unseres Präsidiums (Lebhafter Beifall), vor allem aber unseres altbewährten Parlamentspräsidenten, des Präsidenten des Kongresses und des Präsidenten des Aktionskomitees, unseres Altmeisters, unseres Freundes, Präsident Motzkin (Stürmischer Beifall, die Delegierten erheben sich von den Sitzen). Unser Kongreßschiff befand sich oft in schwerem Sturm; wenn es aber in einen sicheren Hafen einlief, so haben wir das unserem Kapitän zu verdanken. Geehrter Kongreß, es ist nicht lange her, daß wir, die nahen Freunde unseres Präsidenten, sehr um seinen Gesundheitszustand besorgt waren, als er auf der wichtigen Sitzung des Aktionskomitees in London fehlte. Deshalb sahen wir mit 30*