Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 441 (sequence 444)
- Language
- German, English, Hebrew
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Rosoff, Kaplan, S. Cohen, Tawiw, Stern, Scbapira, Goldenberg 441 BERICHTERSTATTER KAPLAN: Es ist selbstverständlich, daß die Kassen nicht nur aus den Mitteln der Exekutive errichtet werden, es handelt sich nur um gewisse Betriebskapitalien, die die Eröffnung der Leih- und Sparkassen ermöglichen. ISRAEL ROSOFF: Im Zusammenhang mit dem Antrag von Tawiw möchte ich feststellen, daß bereits auf früheren Kongressen ein diesbezüglicher Beschluß gefaßt wurde und es daher überflüssig ist, den Beschluß zu wiederholen. Die Anträge c), d), e) und f) werden en bloc angenommen. MOSCHE SCHAPIRA {Thorah w'awodah, Erez Israel): Was ist mit dem Amendement von Tawiw? BERICHTERSTATTER KAPLAN: Es wurde doch schon gesagt, daß es bereits einen diesbezüglichen Kongreßbeschluß gibt. MOSCHE SCHAPIRA: Es gibt zwar einen Beschluß, er wird aber nicht ausgeführt. BERICHTERSTATTER KAPLAN verliest noch folgenden Antrag der Kommission mit Bezug auf „Jachin": Der Kongreß begrüßt mit Befriedigung den wirtschaftlichen und sozialen Erfolg der kooperativen Genossenschaft „Jachin", welche bei der Heranziehung verschiedener Kreise aus verschiedenen Ländern, Kapital in der Landwirtschaft Palästinas zu investieren, eine bedeutende Rolle spielt. S. GOLDENBERG (Rev., England): Ich bin dagegen, daß man diesen Beschluß faßt, nicht, weil ich gegen „Jachin" bin — ich schätze dessen Arbeit. Ich halte es aber für unrichtig, eine solche Resolution zu fassen. Es sind doch auch andere Gesellschaften geschaffen worden. Warum soll man nur eine Gesellschaft erwähnen? Nur weil es eine Arbeitergesellschaft ist? Dies macht einen schlechten Eindruck. Entweder soll diese Resolution ganz zurückgezogen werden oder es soll ein Beschluß gefaßt werden, daß der Kongreß alle Gesellschaften begrüßt. ISRAEL MEREMINSKI (Arb., Erez Israel): Es gibt keine anderen Gesellschaften. ABRAHAM HARZFELD (Arb., Erez Israel): Es scheint mir, daß man unsere Absichten in Bezug auf diese Resolution mißversteht. Wir wollen nicht, daß der Kongreß eine Verantwortung für die Arbeit von „Jachin" übernimmt. Wir wollten vom Kongreß keinen direkten Nutzen für „Jachin" ziehen. Die Resolution über „Jachin" wurde in der Kommission einstimmig angenommen. Wir haben nun geglaubt, da man jetzt so viel von der Einwanderung des Mittelstandes spricht, werde man verstehen, wie wichtig es ist, daß sich solche Einwanderer noch während ihrer Anwesenheit im Galuth eine Existenzbasis in Erez Israel schaffen. In diesem Sinne leistet „Jachin" schon seit vier bis fünf Jahren seine Arbeit, und ich glaube, daß jeder von Ihnen, auch unsere Gegner, die Bedeutung des „Jachin" anerkennen und zugeben werden, daß hier keine Politik getrieben wird (ROSOFF: Wir haben nichts gegen „Jachin"). Wir wollten nun, daß der Kongreß vor der Öffentlichkeit erklärt, daß es hier für Leute mit kleinen Mitteln eine Möglichkeit gibt, noch während ihres Aufenthaltes im Galuth praktische Ar-