Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 442 (sequence 445)
- Language
- German, English, Hebrew
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442 22. Kongreß-Sitzung: Bericht d. Kommission für Immigration u. Arbeit beit in Erez Israel zu leisten. Wir würden uns freuen, wenn der Kongreß die Arbeit des „Jachin" einstimmig begrüßen würde. Wir wollen aber nicht, daß man einen weitgehenden Beschluß faßt. Es handelt sich hier darum, daß wir eine Möglichkeit geschaffen haben, die Tore von Erez Israel für die Leute aus dem Mittelstand zu öffnen. SAM COHEN (Luxemburg): Wenn der Kongreß einen Beschluß über „Jachin" faßt, so beantrage ich, daß auch der Name „Hanotea" hinzugefügt wird. Es ist eine ähnliche Gesellschaft. JEHUDA CHORIN (Arb.y Erez Israel): Es gab früher eine Gesellschaft „Hanotea", sie wurde jetzt in ein Privatgeschäft Machles & .Co. verwandelt. Es gibt nur eine Pflanzungsgesellschaft: „Jachin". Obzwar die Kommission den Antrag in Bezug auf „Jachin" einstimmig angenommen hat, ziehen wir jetzt den Antrag zurück. BERICHTERSTATTER KAPLAN: Ich schließe mich den Worten des Delegierten Chorin an. MOSCHE SCHAPIRA (Thora w'awodah, Erez Israel) erhält das Wort zu einer Erklärung: Auf drei Kongressen wurde der Beschluß gefaßt, eine Kolonie für die religiöse Arbeiterschaft in Erez Israel zu gründen. Dieser Beschluß wurde bis zum heutigen Tage nicht durchgeführt. Im vorigen Jahr hat die Exekutive verlangt, daß unsere Arbeiter, die schon seit vier Jahren an einem Platze arbeiten, diesen Platz verlassen. Wir haben uns dieser Forderung der Exekutive widersetzt. Zehn Familien waren aber gezwungen, den Siedlungspunkt zu verlassen. Es befinden sich dort jetzt nur 13 Familien. Die Kolonisationskommission hat einen Beschluß gefaßt, für die Siedlung des Hapoel Hamisrachi ein Budget von 2000 Pfund sicherzustellen. Das Budget wurde von 89.000 Pfund auf 70.000 Pfund reduziert. Wir ersuchen nun den Kongreß, daß diese 2000 Pfund auch in dem akzeptierten Budget von 70.000 Pfund sichergestellt werden. Seit Jahren wird in Erez Israel ein Kampf gegen die religiösen Arbeiter geführt. Die religiöse Jugend ist von diesem Verhalten der zionistischen Institutionen enttäuscht. Wir wollen, daß der Kongreß durch die Annahme unserer Resolution beweist, daß eine neue Epoche der Aufbauarbeit von Erez Israel eingeleitet wird. Wir schlagen daher vor, daß für die Siedlung des Hapoel Hamisrachi in Schech Abrek in dem Budget von 70.000 Pfund ein Betrag von 2000 Pfund gegen jede Kürzung sichergestellt wird. ABRAHAM HARZFELD (Arb.y Erez Israel) beantragt Übergang zur Tagesordnung über den Antrag Schapira mit der Begründung, daß es sehr unsicher sei, ob das Kolonisationsbudget die minimalsten Bedürfnisse decken könne. Der Antrag auf Übergang zur Tagesordnung wird mit 62 gegen 56 Stimmen abgelehnt. LEVI SZKOLNIK (Arb.y Erez Israel) beantragt ein Amendement in der Form, daß dem Antrag Schapira die Worte hinzuzufügen seien: Überdies soll das Budget für die Siedlungen Nuris, Afuleh, Hulda, Wadi Chawarith und die Jemeniten-Siedlung ebenfalls gegen Kürzungen sichergestellt werden.