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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 440

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 440 (sequence 443)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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440 22. Kongreß-Sitzung: Bericht d. Kommission für Immigration u. Arbeit Schluß von Verträgen herangetreten ist. In diesen Verträgen soll auch die Frage des obligatorischen Schiedsgerichtes behandelt werden. Mit einigen Kolonien, so z. B. mit Magdiel, sind wir zu einem Übereinkommen gelangt, in dem Abkommen gibt es auch einen Paragraphen über obligatorisches Schiedsgericht. Mit den anderen Kolonisten sind wir bisher leider zu keinem Übereinkommen gelangt. ISRAEL ROSOFF: Das bedeutet also, daß Sie im Prinzip für obligatorische Schiedsgerichte sind? BERICHTERSTATTER KAPLAN: Wir sind für den Abschluß von Arbeitsverträgen. In die Arbeitsverträge nehmen wir das Prinzip der Schiedsgerichte auf. VORS. VIZEPRÄS. Dr. SILBERSCHEIN: Herr Rosoff, Sie sind von dieser Antwort befriedigt? ISRAEL ROSOFF: Ja. Antrag b) wird einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTER KAPLAN zum Antrag e): Wir haben in Bezug auf verschiedene Kibbuzim in den Kolonien den Versuch mit der Schaffung von Hilfswirtschaften gemacht. Es gab Fälle, wo man durch Anleihen von 10 Pfund pro Person die Existenz des Kibbuz in der Kolonie sichern konnte. Bedingung war aber, daß die Darlehen für mehrere Jahre und zu geringen Zinsen gegeben werden. SAM COHEN (Luxemburg): Ich möchte zu e) 3 folgendes bemerken: Ich halte den letzten Satz über Errichtung von Spar- und Leihkassen durch die Zionistische Organisation für bedenklich. Dies ist eine Sache der Arbeiter selbst bezw. der Einwohner der Kolonie. Ich bitte daher, diese Worte zu streichen. Ich habe nichts dagegen, daß Küchen errichtet werden. BERICHTERSTATTER KAPLAN: In der letzten Zeit wurden in einer Reihe von Kolonien, wie z. B. Petach Tikwah, Rechoboth und Chederah, kleine Leih- und Sparkassen errichtet. Diese Kassen werden auf die in der ganzen Welt übliche Weise geschaffen. Sie brauchen aber gewisse Summen als Betriebskapital. Es gibt Fälle, wo wir mit Hilfe von 100 bis 200 Pfund die Errichtung von Leih- und Sparkassen in den Kolonien ermöglicht haben. Diese Kassen sind für die Arbeiter eine große Hilfe. Andererseits unterstehen sie einer sehr strengen Kontrolle. Die Kontrolle wird sowohl von der Arbeiterbank als auch von der Zentralbank für Kooperativen durchgeführt; jetzt wird auch geplant, einen Revisionsverband all dieser Kassen zu schaffen. Es ist von größter Wichtigkeit, daß die Zionistische Organisation bei solcher konstruktiven Arbeit nicht beiseite steht, wenn sie durch Hergabe kleiner Summen Hilfe leisten kann. ABRAHAM TAWIW (Jemenite, Erez Israel): Ich möchte im Antrag e) 3 zum Schluß ein kleines Amendement hinzufügen: Vor dem Worte „Küchen" soll das Wort „koschere" stehen. LAW STERN (jugoslavien): Im Zusammenhang mit dem Antrag von Sam Cohen könnte man vielleicht vorschlagen, daß es nicht heißen soll „nur aus den Mitteln der Exekutive", sondern „auf deren Initiative".

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