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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 438

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 438 (sequence 441)
Language
German, English, Hebrew
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438 22. Kongreß-Sitzung: Bericht d. Kommission für Immigration u. Arbeit BERICHTERSTATTER KAPLAN: Das Minderheitsvotum zu Antrag e) wurde von der gesamten Kommission akzeptiert. Der Antrag e) lautet also jetzt wie folgt: Mit Befriedigung begrüßt der Kongreß die Schaffung eines Arbeitsfonds aus den Mitteln des Jischuw zum Zwecke der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Lande und fordert von der Zionistischen Exekutive und der Jewish Agency, sich an diesem Fonds zu beteiligen, dessen Leitung sich aus allen daran Beteiligten zusammensetzen soll. Antrag e) wird einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTER KAPLAN zu Antrag f): In Erez Israel gibt es noch keine Gesetzgebung über soziale Versicherung, und wir müssen diese (Zwischenruf: Leider!) mit eigenen Kräften schaffen. Wir haben diese Aktion durch Auferlegung von Steuern auf die Arbeiterschaft und durch Einleitung von Verhandlungen mit den Arbeitgebern eingeleitet. Es sollen zu dieser Aktion auch die Agency und verschiedene andere Kreise herangezogen werden. Antrag f) wird einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTER KAPLAN zum Antrag g): Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß man oft mit Hilfe eines sehr kleinen Grundstückes von einem Dunam oder von eineinhalb Dunam und mit Hilfe einer nicht großen Anleihe — die Einrichtung einer Hilfswirtschaft kostet samt Haus 100 bis 140 Pfund — den Arbeiter in den Stand setzen kann, aus dem kleinen Garten, dem Hühnerstall oder der Kuh 30 Prozent seines Ausgabenbudgets herauszuschlagen, etwa 1V2 bis 2^2 Pfund monatlich. Wenn Sie nun berücksichtigen, daß der größte Teil der ständigen Arbeiter in den Städten 7 bis 8 Pfund monatlich verdient, so ist ein Zuschlag von etwa 2 Pfund monatlich aus der HilfsWirtschaft von großer Bedeutung (ROSOFF: Das ist doch das Soskin'sche System!). AR JE BABKOW (Rev., Erez Israel) schlägt vor, daß nach dem Worte „Arbeiter" die "Worte „und Handwerker'' hinzugefügt werden. BERICHTERSTATTER KAPLAN: Ich akzeptiere dies. Der Antrag g) lautet also jetzt wie folgt: Um die Lage der Arbeiter und Handwerker zu erleichtern und sie im Lande zu verwurzeln, betrachtet es der Kongreß als eine Lebensnotwendigkeit, für verheiratete städtische Arbeiter und Handwerker Hilfswirtschaften zu errichten, und beauftragt die Zionistische Exekutive, energische Mittel zu ergreifen, um für diesen Zweck billigen Kredit zu erlangen. Der Antrag g) wird einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTER KAPLAN: Wir kommen nun zu den Vorschlägen zur Arbeitslage in den Kolonien. Sie lauten: Die Arbeitslage in den Kolonien. a) Der XVIL Zionistenkongreß erklärt, daß die seit einem Vierteljahrhundert gemachten Anstrengungen, das volle Recht des jüdischen Arbeiters und Immigranten auf Arbeit in der jüdischen Landwirtschaft durchzusetzen, ein Gebot der zionistischen Notwendigkeit sind, in Palästina einen normalen arbeitenden Jischuw zu schaffen.

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