Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 434 (sequence 437)
- Language
- German, English, Hebrew
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434 22 Kongreß-Sitzung: Bericht der Subkommission für die Fonds 6. Der Kongreß wiederholt, daß die folgenden Sammelmethoden dem K.K.L. vorbehalten sind und keine andere für Palästina arbeitende Körperschaft diese Sammelmethoden anwenden darf: Büchsen, Goldenes Buch, die in 2. erwähnten traditionellen Aktionen, Baumspenden, Verkauf von Marken und Telegrammen. Ferner hat der K.K.L. ein Vorrecht auf Sammlungen bei freudigen und traurigen Anlässen im Leben der Gemeinschaft, der Familie und des Einzelnen. Auch eine Nachahmung dieser Methoden ist unzulässig. Zur Besprechung gelangt zunächst Punkt III, „SonderSammlungen". LAV STERN (Jugoslavien) verlangt Überweisung dieser Vorschläge an das A.C. Dr. GUR AR JE TERLO (Arb., Westgalizien) fragt den Präsidenten des Direktoriums des Keren Kajemeth, ob er in den Aktionen des „Sefer habarsel" („Eisernes Buch" des Tel Chaj-Fonds) eine Konkurrenz für das Goldene Buch des K.K.L. sehe. MENACHEM M. USSISCHKIN (Allg.} Erez Israel): Wir verlangen, daß die Beschlüsse der früheren Kongresse über die Vorrechte des K.K.L. bestätigt und daß alle Aktionen so reguliert werden, daß weder der Keren Hajessod, noch der Keren Kajemeth, noch die Sondersammlungen darunter leiden. Wir sind nicht Gegner von Separatsammlungen überhaupt, wir sind nur gegen die anarchische Form, in der sie vor sich gehen. Die Frage des Bodens ist keine Frage von Parteien. Wir alle müssen darin einig sein. Und deshalb nehmen Sie unsere Vorschläge an. AR JE BABKOW (Rev.y Erez Israel) fragt Ussischkin, ob er in gewissen Aktionen des Kapai (Palästina-Arbeiterfonds) keine Schädigung des K.K.L. sehe. RABBI MEIR BERLIN (Misr., Amerika): Ich selbst bin Direktor des K.K.L., und niemand wird meine Ergebenheit für ihn anzweifeln. Aber Gesetze, die gegen das Leben sind, werden nicht ausgeführt, sondern umgangen. Gewiß, die Praxis hat gezeigt, daß gewisse Richtlinien für die Koordinierung der Sammlungen festgesetzt werden müssen. Aber das muß ruhig und mit Überlegung und im Einverständnis mit allen daran interessierten Parteien geschehen, nicht von heute auf morgen. Die Vorschläge der Kommission nehmen eten Sonderaktionen jede Möglichkeit. Wir schlagen daher vor, die ganze Angelegenheit an das A.C. zu überweisen, das ein entsprechendes Statut ausarbeiten und beschließen soll. Bis dahin soll es beim bestehenden Zustand bleiben (Beifall). MENACHEM M. USSISCHKIN: Es tut mir leid, gegen einen Direktor des K.K.L. polemisieren zu müssen. Aber die Übergabe an das A.C. heißt die Sache begraben, da das A.C. erst in einem halben Jahr zusammentritt. Ich hätte mich nicht geschämt vom Kongreß zu verlangen, allen Sonderaktionen die Anerkennung zu versagen. Allein das geht nicht an, solange unsere Fonds nicht alle Aufbaugebiete finanzieren können. Ich antworte absichtlich nicht auf die an mich gestellten Fragen, da die Besprechung dieser Details nicht hierhergehört, darüber haben die Landeskommissionen zu entscheiden. Es wundert mich aber, wie der