Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 428 (sequence 431)
- Language
- German, English, Hebrew
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428 2i. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budgetkommission dies einer der wichtigsten Aufbauzweige. Wir müssen neue Markte finden, Prämien geben, agitieren; wie soll man das mit 2000 Pfund machen? Ich beantrage, den Posten auf 4000 Pfund zu erhöhen und diese 2000 Pfund dem Posten „Unvorhergesehenes" zu entnehmen. BERICHTERSTATTER ING. LANDAU: Auch die Kommission erkennt die Pflege der Industrie als eine unserer wichtigsten Aufgaben an. Es waren aber beim besten Willen die Mittel nicht zu finden, um den Posten zu erhöhen. Dem Posten „Unvorhergesehenes" kann die Bedeckung der vorgeschlagenen Erhöhung dieses Postens nicht entnommen werden, da dieser eben für unvorhergesehene Ausgaben bestimmt ist. Der Kongreß hat übrigens den Posten „Unvorhergesehenes" bereits vermindert, indem er den Antrag Bialiks bezüglich der Ausgabe von 250 Pfund für den Waad Halaschon angenommen hat. Ähnliche, wirklich unvorhergesehene Ausgaben werden gewiß im Laufe des Jahres vorkommen, und ich bitte daher, die Summe dafür unberührt zu belassen, den Antrag Arditti demgemäß abzulehnen. RAW MOSCHE OSTROWSKY (Misr., Erez Israel): Die Budgetkommission hat für die Erziehung einen Betrag von 54.500 Pfund bewilligt. Die Erziehungskommission hat festgestellt, daß bei einem Erziehungsbudget von 56.000 Pfund 3000 Kinder keinen Unterricht werden erhalten können. Es gibt schon jetzt Klassen mit 60 Schülern, und man kann die Klassen nicht mehr vergrößern. Die Vorschläge der Budgetkommission in Bezug auf Reduzierung der Gehälter wurden bereits berücksichtigt. Ich bringe daher jetzt die ersten zwei Absätze des Antrages A der Erziehungskommission vor, die in der Nachmittags-Sitzung nicht behandelt wurden, weil sie in die Budgetkommission gehörten. VORS. VIZEPRÄS. KAPLAN: Der Kongreß hat die Gesamtsumme von 366.000 Pfund akzeptiert. Sie müssen jetzt zeigen, wo wir eine weitere Summe für Erziehungszwecke hernehmen. RAW OSTROWSKY: Ich kann das in diesem Augenblick nicht tun. Ich schlage vor, daß man das Gesamtbudget der Exekutive mit der Aufforderung übergibt, es nochmals zu prüfen und im Rahmen des Budgets die Möglichkeit zu finden, das Erziehungsbudget zu vergrößern. Außerdem möchte ich über das Budget für religiöse Angelegenheiten sprechen. Man hat diesmal das Budget für religiöse Angelegenheiten mit 1000 Pfund festgesetzt. Früher waren es 3000 Pfund. Aus diesem Betrage werden in verschiedenen Siedlungen 25 Schochtim und 10 Rabbiner erhalten. Es handelt sich größtenteils um Gehälter von 6 bis 7 Pfund monatlich. Wenn man dieses Budget auf die Hälfte herabsetzt, so bedeutet dies eine Zerstörung .dieser Arbeit. Der Misrachi verlangt, daß der Kongreß für das religiöse Budget weitere 1000 Pfund bewilligt. PRÄS. MOTZKIN übernimmt den Vorsitz. Dr. JOSEF MOHILEVER (Allg.y Erez Israel) will eine Erklärung über den Abbau der Lehrergehälter abgeben. VORS. PRÄS. MOTZKIN läßt das nicht zu, da jetzt über die einzelnen Geldposten des Budgets verhandelt wird.