Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 429)
- Language
- German, English, Hebrew
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426 2i. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budgetkommission eintreffens des Budgets zu bestimmen. Unsere Budgetausgaben werden in überwiegendem Maße gleich zu Beginn des Jahres festgesetzt und festgelegt, sodaß im Falle eines Einkommenausfalles der übrigbleibende Rest allzu klein wird, um den Vorrang einzelner Budgetposten im vorhinein bestimmen zu können. Deswegen waren wir gegen diesen Antrag. Der Antrag Szold wird mit 6j gegen 42 Stimmen abgelehnt. BARNETT JANNER (Allg., England — spricht englisch) wünscht Aufklärung über die Bedeutung der Absätze 1 und 2. BERICHTERSTATTER ING. LANDAU: Der Absatz 1 bedeutet, daß die Exekutive nicht das Recht hat, neue Verpflichtungen für die Zukunft zu übernehmen, sondern um solche, die z. B. dazu dienen, eine alte Schuld etwa in einen langfristigen Kredit umzuwandeln. Die zweite Resolution bezieht sich auf folgende Möglichkeit: War für einen bestimmten Zweck, etwa innerhalb des Budgets für die Landwirtschaft, ein Betrag festgesetzt, konnte aber das Budget in dem betreffenden Jahre nicht erfüllt werden, so glaubten die Interessenten dennoch, auf Grund dieses Kongreßbeschlusses das Geld verlangen zu dürfen. Die neue Bestimmung bedeutet, daß die Exekutive das Recht hat, die im Budget enthaltenen Beträge auszugeben, nicht aber veipflichtet ist, das Geld unter allen Umständen auszuzahlen. Die Punkte IV, 1 und 2 werden einstimmig angenommen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Wir unterbrechen jetzt die geschäftsordnungsmäßige Prozedur, um Herrn Bialik das Wort zu geben. CHAIM NACHMAN BIALIK: Ich danke dem Präsidenten dafür, daß er mir, trotzdem ich kein Delegierter bin, das Wort erteilt hat. Ich will mein Erstaunen über die Budgetkommission zum Ausdruck bringen, die den Waad Halaschon in ihren Budgetentwurf nicht eingesetzt hat. Ich habe der Budgetkommission einen solchen Vorschlag gemacht und habe den Mitgliedern der Kommission die Bedeutung des Waad Halaschon und seiner Arbeit in Erez Israel ausführlich und eingehend erklärt. Unsere Forderung war ganz bescheiden. Wir haben eine Summe verlangt, wie sie schon von einem Kongreß bewilligt wurde: 250 Pfund. Ich habe den Mitgliedern der Budgetkommission erklärt, daß, wenn die gesamte Arbeit des Waad Halaschon durch bezahlte Kräfte und nicht ehrenamtlich erfolgt wäre, sie nicht weniger als 10.000 Pfund gekostet hätte. Mit der Arbeit des Waad Halaschon befassen sich 12 Kommissionen. Jede Kommission ist aus 5 bis 6 Mitgliedern zusammengesetzt und kommt fast jede Woche zusammen. Die Kommissionen befassen sich mit den Fragen der hebräischen Sprache,, der Vervollkommnung der Sprache, des Stils und beseitigen verschiedene Fehler, die sich in die Sprache eingeschlichen haben, sie schaffen eine Einheit der hebräischen Sprache und vermeiden ein Tohuwabohu. Sie schaffen Tausende von Bezeichnungen für verschiedene wissenschaftliche Zweige und technische Ausdrücke. Im Laufe der letzten drei bis vier Jahre hat der Waad Halaschon etwa 15.000 neue Bezeichnungen geschaffen. Es sind verschiedene Wörterbücher veröffentlicht worden. Der Waad Halaschon gibt auch eine Vierteljahrschrift heraus. Er erteilt Antworten auf Hunderte und Tausende von Fragen, die von allen