Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 428)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476288--8233-3484382- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Stern, Motzkin, Grossmann, N. Landau, Szold 4*5 BERICHTERSTATTER ING. LANDAU: Anstelle des Kommissionsvorschlages II/1 stelle ich den Minderheitsantrag: Der Kongreß empfiehlt der Exekutive, die Verlegung des Organisations-Departements nach Jerusalem zu erwägen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Der Vorschlag der Kommission ist der weitergehende, ich bringe ihn daher zuerst zur Abstimmung. Bei der Abstimmung zvird der Kommissionsvorschlag Hl 1 angenommen. BERICHTERSTATTER ING. LANDAU: Wegen der allgemein anerkannten Bedeutung des Keren Hajessod für unsere Aufbauarbeit in Erez Israel und mit Rücksicht auf unsere schwierige finanzielle Lage erübrigt sich die Notwendigkeit der Begründung der Resolution III/1, welche auf die Verstärkung unserer Anstrengungen für die Keren Hajessod-Arbeit hinzielt. Ich halte es aber für meine Pflicht, darauf hinzuweisen, daß die Resolution III/2 sich in der Hauptsache auf die Arbeit des K.H. in Amerika bezieht, welches Land bis nun die Arbeit für unseren Aufbaufond zur Gänze selbständig organisiert und durchgeführt hat. Nun glauben wir, daß die jetzige schwierige Lage von uns verlangt, -daß wir auch in Amerika die Erfahrungen verwerten, welche das Keren Hajessod-Direktorium in anderen Ländern erworben hat. Denselben Zweck, unseren amerikanischen Freunden die Arbeit zu erleichtern, verfolgt die Resolution III/4. Sie ermöglicht nämlich dem Keren Hajessod, in Amerika mit einer populären Losung in Aktion zu treten und die Öffentlichkeit zu größeren Anstrengungen anzuspornen, indem erklärt wird, daß, falls die im Budget als Einkommen aus Amerika vorgesehene Summe von 100.000 Pfund überschritten werden sollte, der Überschuß für die Konsolidierung der landwirtschaftlichen Siedlungen verwendet werden wird. LAV STERN (Jugoslavien) schlägt zu Punkt III folgendes Amendement vor: Die Vorbereitungen für diese Aktionen sind sofort in Angriff zu nehmen. Der Referent schließt sich diesem Amendement an, Die Resolutionen zu III werden angenommen. ROBERT siOLD (Allg.y Amerika — spricht englisch) begründet seinen Minoritätsantrag (IV, 3). Hier wird ein Budget von 366.000 Pfund unterbreitet. Es muß alles getan werden, damit die Schuldenlast sich nicht vergrößert. In den letzten Jahren hat es nur Ausgaben und Einnahmen gegeben, aber keine Finanzpolitik der Exekutive. Durch diesen Antrag soll dafür gesorgt werden, daß genaue Richtlinien eingehalten werden, damit die Exekutive endlich einmal zur Tilgung ihrer Schuldenlast kommt. BERICHTERSTATTER ING. LANDAU: Die Kommission hat den Antrag Szold beraten, ist aber zu der Überzeugung gekommen, daß der Antrag, statt Besserung zu schaffen, nur neue Schwierigkeiten bringen wird. Wir sind zwar alle dafür, daß der Vorrang der Schuldentilgung und der landwirtschaftlichen Kolonisation gebührt, es ist aber sehr schwer, die Priorität im Falle des Nicht-