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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 422

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 422 (sequence 425)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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422 2i. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budgetkommission FELIX ROSENBLÜTH (Mitgl. d. Exekutive — spricht deutsch): Ich verkenne nicht, daß die Budgetkommission in ihren Anträgen, das Londoner Budget betreffend, einer sehr ernsten Situation 'Rechnung getragen hat. Ich halte es aber für meine Pflicht, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß Sie die künftige Exekutive damit vor eine sehr schwierige Aufgabe stellen. Die laufenden Ausgaben betrugen im letzten Jahre 47.000 Pfund, das von der Exekutive selbst vorgeschlagene Budget zeigt bereits eine Reduktion auf 29.000 Pfund, die durch einen radikalen Reorganisationsplan zustandekam. So wird z. B. der Beamtenapparat von 44 auf 24 Personen reduziert. Jetzt soll eine weitere Herabsetzung; um 4000 Pfund erfolgen. Es wird nicht möglich sein, dieses Budget auszuführen. Ich gebe Ihnen zu bedenken, ob es angesichts dieser Sachlage nicht zweckmäßiger wäre, die Erörterung des Londoner Budgets dem A.C. zu überweisen, etwa so,, daß der Kongreß beschließt, daß das von der Exekutive selbst vorgeschlagener Budget von 29.000 Pfund auf keinen Fall überschritten werden darf. Die Stunde ist zu weit vorgeschritten, um die besonders schwierige Frage der Verlegung des Organisations-Departements nach Jerusalem jetzt noch ausführlich zu besprechen. Die Verlegung wäre ein Fehler; das Departement muß> in unmittelbarem Zusammenhang mit der politischen Leitung arbeiten, wenn es. einen lebendigen Einfluß auf die Bewegung haben soll. Mit den europäischen Ländern kann natürlich auch viel leichter von London aus Kontakt gehalten werden als von Jerusalem aus. B. ARDITTI (Rev., Bulgarien — spricht deutsch): Der Posten von 6000- Pfund im Londoner Budget, der vom K.K.L. beizutragen ist, bedeutet eine prinzipielle Frage. Wir sind nicht Eigentümer, sondern Treuhänder des K.K.L.-Geldes; man hat uns dieses Geld zur Verwendung für einen bestimmten Zweck* nämlich für Ankauf von Boden, anvertraut. Wir müssen deshalb nach weiteren Einschränkungsmöglichkeiten im Londoner Budget Ausschau halten. Der „Haolam" und die englische Zeitschrift „New Judea'f bedeuten unter den gegenwärtigen Umständen unproduktive Ausgaben, ebenso das Archiv, wenn es auch gewiß nützliche Arbeit leistet, und der Posten „Unterstützungen" ist in einer Zeit des Defizits nicht zu rechtfertigen. Ich beantrage deswegen: 1. In Anbetracht der allgemeinen traurigen Finanzlage und des Umstandes, daß. das Budget der Londoner Exekutive ein Defizit aufweist, sind die erwähnten Posten in Höhe von insgesamt 3570 Pfund zu streichen. 2. Eine Heranziehung der Gelder des N.F. zur Deckung von Spesen der Exekutive wird grundsätzlich abgelehnt- Demnach ist der betreffende Posten von 6000 Pfund zu streichen. Dr. GEORG HERLITZ (Präs. Sekr.) teilt mit, daß sich der Permanenzausschuß sofort versammelt. VORS. PRÄS. MOTZKIN gibt den Mitgliedern des Permanenzausschusses die Bitte mit auf den Weg, mit ihren Beschlüssen nicht später als um 4 Uhr morgens wieder vor das Plenum zu kommen. ELIESER KAPLAN (Arb., Erez Israel — spricht jüdisch): Ich spreche mich gegen den Antrag der Exekutive, aber auch gegen den Antrag Arditti aus. Dem Vertreter der Exekutive möchte ich entgegnen: Unsere Lage ist so, daß wir sparen müssen, sogar wenn es uns weh tut. Um zu sparen, müssen wir auch so weit als möglich unsere Arbeit zentralisieren. Deshalb haben wir in der Kommission?

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