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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 416

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 416 (sequence 419)
Language
German, English, Hebrew
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416 21. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budgetkommission Ich will nur einige Vergleiche zwischen den einzelnen Posten in dem Budget., das im Jahre 1929 in Zürich angenommen wurde, und dem Budgetentwurf, der Ihnen jetzt vorliegt, anstellen. Im Züricher Budget wurde für landwirtschaftliche Kolonisation außer dem Posten der Landwirtschaftlichen Versuchsstation ein Betrag von 193.300 Pfund bewilligt. Die Kolonisationskommission hat dieses Jahr einen Betrag von 87.000 Pfund verlangt, die Budgetkommission hat es aber nur für möglich gefunden, einen Betrag von 70.000 Pfund einzusetzen. Für Erziehung wurde im Züricher Budget ein Betrag von 79.500 Pfund bewilligt. Die Erziehungskommission hat jetzt einen Betrag von 67.500 Pfund verlangt. In den Ihnen vorliegenden Budgetentwurf wurde aber nur ein Betrag von 54.500 Pfund eingesetzt. Für Alijah und Arbeit wurde in Zürich ein Betrag von 62.250 Pfund bewilligt, die Immigrationskommission hat diesmal einen Betrag von nur 17.00c Pfund verlangt; die Budgetkommission konnte aber nur einen Betrag von 15.00c Pfund bewilligen. Für die Kupath Cholim betragen die betreffenden Zahlen 14.500 Pfund bezw. 7500 Pfund und 5000 Pfund. Aber auch dieses reduzierte Budget ist noch kein endgültiges. Zu gleicher Zeit, da wir hier über das Budget beraten, sitzen die Vertreter der Agency im gleichen Haus und verhandeln auch über das Budget. Nach den bisher verlautbarten Nachrichten nehmen diese Herren noch weitere Reduktionen vor. Im Zusammenhang damit ist eine wichtige prinzipielle Frage zu lösen. In dieser Hinsicht müssen die Statuten der Agency geändert werden. Es kann nicht weiter so gehen, daß wir hier im Laufe von zwei Wochen in verschiedenen Kommissionen über jeden geringen Betrag sprechen und Beschlüsse fassen, und nachher andere Herren kommen und unsere Beschlüsse aufheben und ein anderes Budget festsetzen. Wir sollen die kommende Exekutive beauftragen, einen Weg zur Regelung dieser Angelegenheit zu suchen. Vielleicht sollte die Kommission des Kongresses vorher noch mit der Kommission der Agency zusammenkommen und einen gemeinsamen Budgetentwurf überreichen. Am schwersten war die Frage Amerikas, das noch vor kurzem die Hälfte unseres Budgets gedeckt hat. Die amerikanischen Vertreter erklärten uns, daß sie unter besseren wirtschaftlichen Bedingungen und Mitarbeit aller Zionisten und Nichtzionisten 80.000 Pfund aufzubringen hoffen. Wir halten aber diese Summe für viel zu klein und haben aus Amerika 100.000 Pfund Einnahmen angenommen. Nach den Mitteilungen des Direktoriums des Keren Hajessod ist aus den anderen Ländern mit 160.000 Pfund zu rechnen. Den 50.000 Pfund Einnahmen der Hadassah stehen 50.000 Pfund Ausgaben im Gesundheitswesen gegenüber. Unter Inkasso von Außenständen sind frühere Anleihen der Exekutive an Industrielle und Handwerker zu verstehen, die jetzt zurückzufließen beginnen. Im vorigen Jahre kamen nahezu 10.000 Pfund zurück, für dieses Jahr setzten wir vorsichtigerweise nur 5000 Pfund ein. Der erste Punkt der Ausgaben spricht von den Schulden. Es ist kein Geheimnis, daß die Zionistische Organisation große Schulden hat. Die Summe ist aber viel kleiner als die darüber umgehenden Gerüchte, die von einer Million sprechen. Neben Zinszahlungen und Verpflichtungen aus verschiedenen Bankoperationen nahmen wir in diesen Posten vor allem kleinere Schulden herein, deren Bezahlung wir für unaufschiebbar halten. Im zweiten Absatz finden Sie die veranschlagten Administrationsausgaben.

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