Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 411 (sequence 414)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476288--8219-3484368- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bermann, Ostrowsky, Neustadt, Ussischkin 411 gresses müssen das gesamte nationale Schulwerk mit hebräischer und jiddischer Unterrichtssprache umfassen (Zwischenrufe: In wessen Namen sprechen Sie?). Ich spreche in meinem Namen und dem mehrerer Delegierter. Wir wollen nicht gegen den Antrag der Kommission stimmen, beantragen aber Obergang zur Tagesordnung oder Ergänzung der Kommissionsanträge. MENACHEM M. USSISCHKIN (Allg., Erez Israel): Entgegen meinem Vorredner erkläre ich hier, daß es für uns keine Sprachenfrage gibt, sondern nur eine Nationalsprache. Daher bitte ich, seinen Antrag abzulehnen und den Vorschlag der Kommission einstimmig anzunehmen. Der Antrag Neustadt auf Übergang zur Tagesordnung wird mit großer Majorität abgelehnt, der Antrag der Kommission angenommen. Punkt F der Resolutionen (Zentralschule im Emek) wird erst in der Budgetdebatte besprochen werden. Er lautet: F. Die Zentralschule im Emek. . 1. Der Kongreß stellt mit Bedauern fest, daß die Exekutive aus Geldmangel die vom XVI. Kongreß bestätigte Summe von 1200 Pfund für die Zentralschule im Emek, welche zur Fortbildung der Jugend im Emek und zur Verstärkung des ländlichen und landwirtschaftlichen Elementes im Mittelschulunterricht Palästinas bestimmt ist, nicht ausbezahlt hat. 2. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, alle Anstrengungen zu machen, dieses Institut zu errichten und soweit als möglich innerhalb des allgemeinen Budgets für das Jahr 5692 die Summe von 600 Pfund ausfindig zu machen, um diese Zentralschule zu Anfang des nächsten Schuljahres zu eröffnen. BERICHTERSTATTER OSTROWSKY verliest Vorschlag G (Hebräische Universität), den die Kommission auf Grund der Vorsprache einer Delegation zionistischer Studenten angenommen hat. G. Hebräische Universität. Der Kongreß erblickt in der hebräischen Universität in Jerusalem die höchste Institution für hebräische und allgemeine akademische Bildung, welche nicht in der Form von wissenschaftlichen Forschungsinstituten, sondern in der Form einer Voll- Universität, einer Lehranstalt bestehen soll, wo Absolventen der hebräischen Mittelschulen in Palästina und jüdische Studenten der Galuth ihre Studien in gänzlicher Vervollkommnung, wie an Fakultäten europäischer Hochschulen, bei Verleihung akademischer Grade beenden sollen. Minderheitsvotum Frankel: Der Kongreß mißbilligt den Geist des Verzichtes auf nationale Ideale, der in der Leitung der Universität zum Ausdruck gekommen ist, und beauftragt die Exekutive, auf der Wacht des nationalen Geistes in der Leitung der Universität zu sein. Der Kommissionsantrag wird ohne Widerspruch angenommen. MENACHEM M. USSISCHKIN schlägt vor, über das Minderheitsvotum Frankel zur Tagesordnung überzugehen, da die Angelegenheit viel zu wichtig sei, als daß der Kongreß eine so oberflächliche Antwort darauf geben könnte. JOSEF FRANKEL (Rev., Ostgalizien — spricht jüdisch) verlangt die Ablehnung des Antrages Ussischkin. Es gehe nicht an, über das Verlangen von 40.000