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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 407

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 407 (sequence 410)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8215-3484364
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Katznelson, Mohilever 407 zu stellen und sich dann um die Einwanderung neuer Juden zu kümmern. Ebenso kann die Zionistische Organisation nicht selbst alle Schulen im Lande erhalten. Sie muß den einwandernden Juden helfen, Schulen zu errichten; aber es ist unmöglich, daß diese Schulen weiter der Zionistischen Organisation zur Last fallen, sodaß sie im Laufe der Zeit ihrer Aufgabe in Bezug auf Einwanderung und Kolonisation nicht nachkommen kann. Man soll einer klaren Antwort auf die Frage nicht ausweichen. Wir sind daher für den Minderheitsantrag mit den Ergänzungen der Arbeiterfraktion. Wir sind gegen jede abstrakte Resolution, die von Verhandlungen spricht, ohne etwas Konkretes anzugeben. Das bedeutet nur, daß man die gegenwärtige Lage auch in Zukunft unverändert läßt. Die Gefahr besteht nicht darin, daß die Lage sich immer weiter verschlimmert und das Werk zerbröckelt. Wenn man die Erziehungsarbeit dem Jischuw übertragen und die Sache in gesetzlicher Form geregelt hätte, so könnte es nicht vorkommen, daß jeder Ort die Erziehungsarbeit auf sich nehmen und manche sie der Regierung übergeben wollen. Es muß daher beschlossen werden, daß die Erziehungsarbeit vom Jahre 5693 ab dem Jischuw übertragen wird. Dr. JOSEF MOHILEVER (Allg., Erez Israel — spricht hebräisch) spricht gegen den Minderheitsantrag: Von der Lösung der Frage, die jetzt auf der Tagesordnung steht, hängt nicht nur das Schicksal der Erziehung ab, sondern das Schicksal unserer ganzen Arbeit. Es gibt keine wichtigere Sache als die Erziehung der Generation, die Erez Israel aufbauen soll. Wenn man nun in der gegenwärtigen Lage die Erziehungsarbeit der Knesseth Israel überträgt, wo diese sich erst am Beginn ihrer Entwicklung befindet, so wird die Erziehungsarbeit ganz zerbröckelt. Anstatt einer nationalen Gemeinschaft werden wir verschiedene Sondergruppen haben, von denen die eine die Sprache der andern nicht versteht. Was die Vergrößerung des Anteils des Jischuw an den Ausgaben für Erziehung betrifft, so wissen wir, daß der Jischuw nicht mehr geben kann, als er jetzt gibt. Der budgetäre Anteil der Zionistischen Organisation an der Erziehungsarbeit kann in den nächsten Jahren nicht verkleinert werden. Wenn sich die Agency von der Verantwortung für die Erziehungsarbeit befreit und die Knesseth Israel diese Arbeit nicht leisten kann, wird ein Tohuwabohu in der Erziehungsarbeit eintreten. Auch in Bezug auf die Regierung wird sich die Lage zum schlechten ändern. Da sie es mit einer allweltlichen Organisation zu tun hat, stellt sie ihre Forderungen an die jüdischen Schulen zurück. Wenn sie dagegen nur eine lokale Institution vor sich hat, wird sie imstande sein, sich in alle Einzelheiten einzumischen und ihre Bestrebungen durchzusetzen. Man spricht darüber, daß die Zionistische Exekutive doch nicht von Jahr zu Jahr das Erziehungsbudget vergrößern könne. Das Erziehungsbudget bildet aber doch heute nur einen bescheidenen Teil des gesamten Budgets. Es gibt keine Möglichkeit, das Erziehungswerk weiter zu erhalten, wenn man nicht die Summe bewilligt, die wir verlangt haben. Auch wenn die Knesseth Israel später die Erziehungsarbeit übernimmt, werden wir die Zionistische Organisation nicht von ihrem Anteil an der Erziehung befreien können. Man soll abwarten, bis die Knesseth Israel konsolidiert ist, und ihr dann die Erziehungsarbeit übertragen. Der XVIII. Kongreß soll beschließen, ob die Zeit dazu bereits gekommen ist.

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