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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 404

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 404 (sequence 407)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8212-3484361
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2o. Kongreß-Sitzung: Bericht der Erziehungskommission Ergänzung b): Nach den Worten „diese Verhandlungen zu Ende zu führen** soll hinzugefügt werden: „Und vom A.C. und vom Administrative Committee der Jewish Agency bestätigen zu lassen". ELIAHU BERLIGNE (Waad Leumi — spricht hebräisch): Seinerzeit hat der Waad Leumi den Entwurf eines Übereinkommens mit der Agency beschlossen, betreffend die Übergabe des ErziehungsWerkes an die Knesseth Israel zu einer gewissen Zeit und unter gewissen Bedingungen. Der Verlauf der Verhandlungen über diese Frage ist sicher allen Delegierten bekannt. Während der Sitzung des A.C. im August 1930 in Berlin wurde dieser Entwurf eines Abkommens zwischen der Agency und dem Waad Leumi über die Übertragung des Erziehungswerkes, zur Kenntnis genommen. Wir dachten zwar nicht, daß die Übertragung sogleich erfolgen könnte, wir glaubten aber einen Schritt vorwärts gemacht zu haben.. Jahrelange Verhandlungen über das Schicksal der Schulen können den Schulen gewiß keinen Nutzen bringen. Ich schlage daher vor, den Antrag der Mehrheit abzulehnen, der uns zwingen würde, jetzt noch einmal von vorn zu beginnen, zwei Jahre lang Verhandlungen zu führen und uns erst nachher, wenn man sehen wird, daß die Knesseth Israel genügend gefestigt und konsolidiert ist, die Übertragung vorzunehmen gestattet. Wer wird beschließen, ob die Knesseth Israel schon zur Genüge konsolidiert ist? Es werden wieder Differenzen entstehen, und das Schicksal der Schulen wird unklar bleiben. Unter welchen Bedingungen ist der Waad Leumi zu einem Übereinkommen mit der Agency gelangt? Auch der Waad Leumi besteht darauf, daß die Erziehungsarbeit in Palästina als integrierender Bestandteil der zionistischen Arbeit zu betrachten ist. Wir haben auch in das Übereinkommen eine Bestimmung aufgenommen, wonach der Zionistischen Exekutive, wie groß auch der Anteil der Zionistischen Organisation an dem Erziehungsbudget sein mag, als der Vertretung des allweltlichen Judentums der gebührende Einfluß bei der Leitung der Erziehungsarbeit zustehen soll. Ferner bestanden wir auf der Bedingung, daß das Budget der letzten zwei Jahre von je 70.000 bis 75.000 Pfund auch für die nächsten Jahre als minimaler Anteil der Agency am Erziehungsbudget gelten soll, insofern die Mittel, die der Knesseth Israel zur Verfügung stehen werden, es nicht ermöglichen, den Anteil der Agency zu verkleinern. Worin bestanden die Schwierigkeiten für die Durchführung des Übereinkommens? Man sprach von einem Kondominium in Bezug auf die Leitung des Erziehungswerkes. Die Agency erklärte, daß sie damit nicht'einverstanden sein könne. Einerseits werde die Erziehung an die Knesseth Israel übertragen, andererseits aber der Exekutive wie vorher die ganze Verantwortung für das Budget auferlegt. In der Sitzung des Waad Leumi vom Juni 1931 wurde beschlossen, die Worte über das Kondominium fortzulassen. Es kam noch ein Moment hinzu, die Frage der Lehrer. Bekanntlich sind die Lehrer zum größten Teil gegen die Übertragung des Erziehungswerkes an die Knesseth Israel. Bei ihnen spielt die professionelle Frage eine sehr große Rolle, und sie haben das gute Recht, sich um ihre Interessen zu kümmern. Etwa 80c Lehrer sind in den Schulen der Zionistischen Organisation beschäftigt, und die Existenz dieser Menschen ist nicht nur für die Lehrer selbst, sondern überhaupt für den Jischuw von Bedeutung. Wir haben in der Sitzung des Waad Leumi erklärt, daß wir die Forderung der Lehrer anerkennen, daß es aber verschiedene Möglichkeiten gibt, um auch nach Übertragung des Erziehungswerkes die Gehäl-

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