Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 403 (sequence 406)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ostrowsky werden können.. Der Kongreß beauftragt das A.C. und die Exekutive, mit den daran interessierten Faktoren über einen entsprechenden Antrag weiter zu verhandeln und •diesen dem XVIII. Kongreß zur Bestätigung zu unterbreiten. Bis dahin hat die Zionistische Exekutive darüber zu wachen, daß das Erziehungswerk der Jewish Agency durch Übergabe an lokale Institutionen nicht erschüttert werde. 3. Zugleich äußert der Kongreß seine Meinung dahin, daß dem organisierten Jischuw in Palästina die Möglichkeit gegeben werden soll, die Führung der Erziehungsarbeit in größerem Ausmaße zu beeinflussen und sie den Bedürfnissen des palästinensischen Jischuw anzupassen. Die Mehrheit der Erziehungskommission stand auf dem Standpunkt, daß die Zionistische Organisation keinesfalls berechtigt ist, die Erziehungsarbeit aus dem Rahmen ihrer Arbeit zu eliminieren. Wir betrachten die Erziehungsarbeit als die Seele des Zionismus. Der Einfluß der Organisation muß auch nach zwei Jahren bleiben, sie wird aber dann vielleicht die Leitung und die Verantwortung gemeinsam mit der Knesseth Israel tragen können. Die Lage des Erziehungswesens ist jetzt eine sehr schwere. Man hört überall von den reduzierten Budgets, jeder kümmert sich um die Erziehung in seinem Ort, und das Erziehungswerk zerbröckelt. Einige Kolonien im Lande denken leider schon daran, ihre Schulen aus dem Erziehungswerk der Zionistischen Organisation auszuschließen und sich separat an die Regierung mit der Bitte zu wenden, daß sie ihnen den ihnen zukommenden Teilbetrag nach der Anzahl der Kinder in der Kolonie übergibt, damit sie die Erziehung in der Kolonie selbst leiten können. Wir im Lande und auch die Erziehungskommission sehen in diesem Zustand eine große Gefahr. Heute gibt es fast nur eine Sache, die im Lande durch die Zionistische Exekutive im Staatsumfang geführt wird, das ist die Erziehungsarbeit. Trotzdem es im Lande auch private Schulen und Schulen verschiedener Gesellschaften gibt, werden doch 80 Prozent der jüdischen Kinder in den Schulen der Zionistischen Organisation nach den drei Strömungen — Allgemeine, Misrachi und Waadath Hatarbuth — unterrichtet. Der letzte Passus des Absatzes 2 soll eine Zerbröckelung des Erziehungswerkes verhindern. Leider zeigte sich letztens auch bei der Zionistischen Exekutive die Tendenz, das Erziehungswerk lokalen Institutionen zu übergeben. Obzwar wir anerkennen, daß die Leitung der Erziehung noch nicht ganz an die Knesseth Israel übergehen kann, kann der Einfluß des Jischuw doch vergrößert werden. Dies wird mit Absatz 3 beabsichtigt. Die Exekutive hat ein Minderheitsvotum eingebracht und die Arbeiterfraktion hat eine Ergänzung hierzu vorgeschlagen; diese lauten: Antrag der Exekutive: Der XVII. Zionistenkongreß schlägt der Jewish Agency vor, die Leitung zu beauftragen, die Verhandlungen mit dem Waad Leumi betreffend die Übergabe des Erziehungswerkes der Knesseth Israel weiter zu führen und die Leitung zu ermächtigen, diese Verhandlungen zu Ende zu führen und das Erziehungswerk vom Jahre 5693 angefangen der Knesseth Israel zu übergeben. Ergänzung zum Minderheitsvotum (Antrag der Arbeiterfraktion, die den Vorschlag des Waad Leumi als Ergänzung des Exekutivantrages unterbreitet): Ergänzung a): Nach den Worten „weiterzuführen" ist hinzuzufügen: „unter folgenden Bedingungen: 1. Knesseth Israel übernimmt die juristische und administrative Verantwortlichkeit für das Erziehungswerk. 2. Zwischen der Jewish Agency und der Knesseth Israel soll für eine Reihe von Jahren ein Vertrag abgeschlossen werden, der die Beteiligung der Jewish Agency am Erziehungsbudget und die Auszahlung der übernommenen Verpflichtungen zu bestimmten Terminen festsetzt". 26*