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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 389

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 389 (sequence 392)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8197-3484346
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Goldmann, Arlosoroff 389 (Beifall). Sie mögen der Ansicht sein, daß Herr Dr. Weizmann mit seiner Kampfansage recht hat, aber nehmen Sie uns nicht das Recht, auf diese Kampfansage zu erwidern. Das ist das mindeste Recht dieses souveränen Kongresses. Dr. Arlosoroff meint, der Antrag gehöre in den Permanenzausschuß. Der Permanenzausschuß hat aber über die Leitlinien der künftigen Politik und über die Zusammensetzung der Exekutive zu beraten. Hier geht es aber um aktuelle Dinge. Nachdem Dr. Weizmann seine Rede im A.C. gehalten hat, auf die Sie (zu Dr. Arlosoroff gewendet) ebenso scharf geantwortet haben wie wir, und nachdem Präsident Weizmann jetzt im Interview, zu dem ihn niemand gezwungen hat, diese Äußerungen getan hat, haben wir zumindest das Recht, in den mildesten Worten — ich kann Ihnen verraten, daß es viel schärfere Formulierungen dieser Resolution gab, und ich trat für die denkbar mildeste Form ein — jedoch ganz unmißverständlich zu erklären, daß sich der Kongreß mit den Auffassungen Dr. Weizmanns in dieser speziellen Frage nicht identifiziert. Das ist der Sinn des Antrages der Politischen Kommission, und in diesem Sinne bitte ich Sie, über ihn abzustimmen (Beifall). Der Antrag Arlosoroff, über den Antrag der Kommission zur Tagesordnung überzugehen, wird mit 101 gegen 129 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Kommission selbst wird mit 123 gegen 106 Stimmen angenommen. Dr. CHAIM ARLOSOROFF (Arb.y Erez Israel): Ich schlage vor, über sämtliche Resolutionen, die die Endzielformel betreffen, zur Tagesordnung überzugehen. In einem Augenblick, wo die Aufbauarbeit und Einwanderung in Palästina beinahe stillsteht, wo unsere Weiterarbeit durch die Finanzlage täglich, ja stündlich bedroht wird, wo wir ein Budget zu beraten haben, das kaum die Erhaltung des Bestehenden gewährleistet, wo wir sehr ernsten aktuellen politischen Problemen gegenüberstehen, in diesem Augenblick haben pseudopolitische Strömungen den Kongreß in einen fruchtlosen und aussichtsarmen Streit um die Endzielformel gedrängt. Diejenigen, die in einer solchen Stunde, anstatt die Energien des Zionismus der Lösung unserer wirklichen politischen, finanziellen und kolonisatorischen Probleme zuzuwenden, den Kongreß auf die Zuspitzung fiktiver Gegensätze und auf die Schaffung von überspitzten Formeln abgedrängt haben, haben dem übervollen Maße ihrer Verantwortung eine neue Last hinzugefügt. Unsere außenpolitische Situation wird durch die vorgeschlagene Formel nicht gestärkt. Wir wollen nicht in den Fehler unserer Gegner verfallen und mit der Darstellung außenpolitischer Gefahren spielen, aber es steht zu befürchten, daß unsere Situation durch jede solche Formel auf allen politischen Fronten, die wir zu halten haben, eher erschwert als erleichtert wird. Der innere Streit in der Bewegung kann auf diese Weise nicht aus der Welt geschaffen werden, jede solche Formel schafft neue Meinungsverschiedenheiten, neue Interpretationen, Ketzergerichte, Verrätergeschrei, gegenseitige Anklagen. Das Ziel des Zionismus, wie es von der politischen Weisheit Herzls und seiner Mitarbeiter auf dem ersten Kongreß in seiner allgemeinsten Form festgelegt worden ist, ist klar und bedarf keiner neuen Interpretation. Allen Versuchen gegenüber, von welcher Seite sie auch immer kommen mögen, steht es unverrück-

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