Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 389)
- Language
- German, English, Hebrew
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386 ip. Kongreß-Sitzung: Bericht der Politischen Kommission Subkommission wie auch der Politischen Kommission hat sich auf folgende Resolution geeinigt: Angesichts der wiederholten Versuche, das Wesen des Zionismus zu entstellen, erklärt der XVII. Zionistenkongreß: Der Zionismus ist die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes. Er hält an seinem im Basler Programm niedergelegten Ziel unerschütterlich fest, in Erez Israel die Lösung der Judenfrage herbeizuführen. Das heimatlose, landlose, zur Auswanderung drängende Volk will durch seine Wiederverwurzelung in seinem historischen Heimatland auf dem Wege einer ununterbrochenen Einwanderung und Ansiedlung seine wirtschaftliche, geistige und politische Not überwinden und in Erez Israel sein mit allen Merkmalen eines normalen Volkslebens ausgestattetes nationales Dasein erneuern. Der Kongreß weist jeden Versuch, dieses Ziel des Zionismus zu verkleinern, mit Entschiedenheit zurück. Das ist eine überaus maßvolle Resolution, die in diesem Moment als die einzig mögliche erschien, um eine bedeutsame Mehrheit des Kongresses zu vereinigen. Ich bitte Sie, den beiden Anträgen Ihre Zustimmung zu erteilen. Ich bin von den Antragstellern der Minoritätsanträge gebeten worden, dieselben ebenfalls zu verlesen, damit sich der Kongreß davon ein Bild machen kann. Der Minoritätsantrag der Revisionisten lautet: Angesichts der Tatsache, daß die Balfour-Deklaration offiziell und ausdrücklich als eine „Kundgebung der Sympathie der Regierung S. M. mit den jüdischzionistischen Bestrebungen" dem jüdischen Volke übermittelt wurde, und angesichts der Tatsache, daß diese Bestrebungen seit je auf die Wiederherstellung des Judenstaates in Palästina gerichtet waren, und angesichts der Tatsache, daß die Präambel des Mandats die Balfour-Deklaration dahin interpretiert, daß sie die Anerkennung der Gründe für die Wiedererrichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina bedeutet, und angesichts der Tatsache, daß die Mandatarmacht den Begriff „Jüdisches Nationalheim" in einer Weise interpretiert, die den jüdisch-zionistischen Bestrebungen widerspricht, erklärt der Kongreß: Die im Basler Programm geforderte Errichtung einer „öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina" und die im Mandat zugesicherte Wiedererrichtung des „Jüdischen Nationalheims in Palästina" bedeuten die Umwandlung des gesamten Mandatsgebietes Palästina zu beiden Seiten des Jordan in einen Judenstaat, d. h. in ein Staatswesen (Commonwealth) mit jüdischer Bevölkerungsmehrheit. Die Resolution der Revisionisten wird von Sekretär ISRAEL COHEN ins Englische, vom Delegierten VLADIMIR JABOTINSKY ins Hebräische übersetzt. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Sind noch Minoritätsanträge da? BERICHTERSTATTER Dr. GOLDMANN: Es liegt noch ein Amendement des Del. Grünbaum vor, im 3. Absatz der Endzielresolution I den letzten Satz „sein mit allen Merkmalen eines normalen Volkslebens ausgestattetes nationales Dasein erneuern" in „nationales und staatliches Dasein*' abzuändern. BERL LOCKER (Arb., Amerika): Ich schlage vor, die Abstimmung so vorzunehmen, daß zunächst über die Endzielresolution und dann erst über die Reso-