Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 384)
- Language
- German, English, Hebrew
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Dobk'm, Propes, Meremiyiski 38i Die Kommission ist von dem Prinzip ausgegangen, daß die Arbeit der Hachscharah und Alijah eine der wichtigsten Arbeiten ist. Für diese Arbeit sind nicht nur die einzelnen zionistischen Jugend-Organisationen verantwortlich, die die Hachscharah-Arbeit leiten, sondern die Zionistische Weltorganisation. Daher muß die Zionistische Organisation die Arbeit leiten. Es kann daher nur einen gerechten Schlüssel zur Zusammensetzung der Palästinaämter geben, und das ist die Zahl der Stimmen, die jede Gruppe bei den Kongreßwahlen im allgemeinen, bezw. in jedem Lande bekommen hat. Der Vorschlag der Kommission wurde von einer Mehrheit von 13 gegen 7 akzeptiert, und ich wende mich an Sie, daß Sie das falsche und schädliche Prinzip aufheben, das bisher die Entwicklung der Chaluz-Organisationen gestört hat, und der zionistischen Jugend, zu welchem Flügel sie auch gehört, die Möglichkeit geben, frei und gleichberechtigt ihre Arbeit zu führen (Beifall). ISRAEL MEREMINSKI (Arb., Erez Israel): Sie haben den Vorschlag von der richtigen „Gleichberechtigung" in den Palästinaämtern gehört. Der XIII. und der XIV. Kongreß haben die paritätische Zusammensetzung der Palästinaämter beschlossen. Wir sind heute stärker als damals, aber wir wollen zu dieser Frage gar nicht nach dem Prinzip Mehrheit-Minderheit Stellung nehmen. Es sind in der letzten Zeit innerhalb der Bewegung große Änderungen eingetreten, das Anwachsen der revisionistischen Partei, die Entstehung des Hapoel Hamisrachi usw., und daher sollen auch die Änderungen innerhalb der von den Kongressen beschlossenen Zusammensetzung der Palästinaämter vorgenommen werden. Aber das kann und soll nur in dem Rahmen unserer früheren Kongreßbeschlüsse geschehen. Sie sollen und dürfen nicht ein neues System aufstellen, das eine gegen die 23.500 Mitglieder des Hechaluz gerichtete Tendenz hat. Herr Propes hat erwähnt, daß der Hechaluz bis zum vorigen Jahre die einzige Pionier-Organisation war. Jawohl, so war es! Und sie hat Palästina 25.000 Arbeiter gegeben. Als der Hechaluz der einzige war, hat er seine Beteiligung an den Palästinaämtern doch nicht von der Erlangung einer Majorität abhängig gemacht. Damals bildeten doch die Allgemeinen Zionisten und der Misrachi die eine Hälfte, der Hechaluz zusammen mit den Arbeiterparteien die zweite Hälfte der Palästinaämter. Wo haben die Herren den Mut gefunden, jetzt, wenn sie auch einige tausend Mitglieder einer — ich glaube gut chaluzischen — Jugendorganisation haben, den Hechaluz aus den Palästinaämtern auszuschließen? Ist das zionistische Moral? Glauben Sie, Sie können ohne den Hechaluz Chaluzim schaffen? Oder brauchen Sie nur die Palästinaämter, und die Pioniere interessieren Sie nicht? Man soll und darf die Palästinaämter nicht nach einem parteipolitischen Schlüssel einrichten. Der Hechaluz ist keine Partei, und die Herren Revisionisten und Misrachisten wollen, daß Parteien über das Schicksal des Chaluz, der nach Palästina geht, bestimmen. Der Hechaluz ist keine Partei und soll auch durch keine Partei vertreten sein. Deshalb muß der Status quo bleiben und die neuen Kräfte den Palästinaämtern zugezogen werden. Ich schlage vor, über den Antrag der Kommission zur Tagesordnung überzugehen. BERICHTERSTATTER DOBKIN: Nach dem Vorschlage der Mehrheit der Kommission sollen die Palästinaämter nicht nach der Stärke der Chaluzbewegung, sondern nach der Stärke der politischen Parteien zusammengesetzt sein.