Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 383)
- Language
- German, English, Hebrew
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}8o 18. Kongreß-Sitzung: Beriebt der Immigrationskommission Zusammensetzung der Palästinaämter. Die Zusammensetzung der Palästinaämter erfolgt nach dem Verhältnis der Stimmenzahlen, die die verschiedenen Parteien bei den Kongreßwahlen erhalten haben. Wenn in einem Lande eine Hachscharah betreibende Partei bei den Kongreßwahlen miiidestens 50 Prozent der zur Erlangung eines Mandates erforderlichen Stimmenzahl erhalten hat, hat sie das Recht, einen Vertreter in das Palästina-Amt zu entsenden. Die Zahl der Vertreter einer Partei darf nicht 50 Prozent der allgemeinen Mitgliederzahl eines Palästina-Amtes überschreiten. Minderheitsvotum Bialopolsky: Die Palästinaämter werden zusammengesetzt entsprechend den Beschlüssen des XII. und des XIV. Kongresses, d. h. paritätisch aus Vertretern der Rechtsparteien (Zwischenruf STRICKER: Was heißt das: Rechtsparteien? Das ist ein Unsinn!) einerseits und der Linksparteien und des Hechaluz andererseits mit der Änderung, daß die Vertreter des „Hechaluz Hamisrachi" in die Zahl der Vertreter der zweiten Hälfte eingeschlossen werden. Minderheitsvotum Dobkin: Die Palästinaämter sollen sich aus zwei gleichen Teilen zusammensetzen: die eine Hälfte soll aus Vertretern der zionistischen Parteien, die zweite Hälfte aber aus Vertretern der Hachscharah betreibenden Chaluz- Organisationen bestehen. Die erste Hälfte soll im Verhältnis zur Stärke der betreffenden Parteien auf dem Kongreß, die zweite Hälfte im Verhältnis zur Zahl der auf Hachscharah befindlichen Mitglieder der betreffenden Chaluz-Organisationen zusammengesetzt werden. Minderheitsvotum Kubowitzky: Die Palästinaämter sollen sich aus zwei gleichen Teilen zusammensetzen: einerseits die Vertreter der Chaluz-Organisationen im Verhältnis zur Zahl ihrer auf Hachscharah befindlichen Mitglieder, andererseits die Vertreter der am Kongreß teilnehmenden zionistischen Parteien, deren Vertreterzahl einander gleich sein soll. AHARON PROPES (Rev.y Polen — zur Begründung des Mehrheit santrades der Kommissioyi): Es ist längst die Zeit vorüber, in der die Sache der Hachscharah eine Angelegenheit für chaluzische Organisationen oder für die eine chaluzische Organisation war, die die Hachscharah durchgeführt hat. In den letzten Jahren hat die Zionistische Organisation begonnen, sich für die Arbeit der Hachscharah zu interessieren und der Jugend nach Möglichkeit zu helfen, die sich mit Hachscharah befaßt. Auch die Gruppen, die sich in Hachscharah befinden, sind heute andere. Wenn vor einigen Jahren die Hechaluz-Organisation die einzige war, die die jüdische Jugend für Arbeit in Erez Israel vorbereitet hat, sehen wir jetzt eine Reihe von zionistischen Jugend-Organisationen, die auf diesem Gebiete Großes geleistet haben. Sie werden dies auch in dem Berichte der Exekutive bestätigt finden. Dort heißt es, daß außer der Hechaluz-Organisation auch die allgemein-zionistische Jugend, der Brith Trumpeldor und die misrachistische Jugend an Zahl zugenommen haben, die sich mit Hachscharah befassen. In Anbetracht dieser Tatsache muß auch eine Änderung der Zusammensetzung der Palästinaämter erfolgen. Bisher waren verschiedene zionistische Jugendorganisationen, die sich mit Hachscharah befaßt haben, in den Palästinaämtern nicht vertreten. Das hat ihre Entwicklung gestört und ihnen das elementare Recht genommen, ihre Forderungen aufzustellen. Bisher sind die Palästinaämter aus zwei Teilen zusammengesetzt worden, einerseits aus rechtszionistischen Gruppierungen und andererseits aus linkszionistischen Gruppierungen. In Bezug auf verschiedene zionistische Jugend-Organisationen werden Sie aber kaum feststellen können, ob sie zu den Linken, Rechten oder zum Zentrum gehören.