Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 382)
- Language
- German, English, Hebrew
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Dobkin, Thon, Motzkin, Locker, Schechtmann 379 VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich habe ein für allemal festgestellt, daß die offizielle Sprache des Kongresses das Hebräische ist. Wenn einige Delegierte verlangen, daß in eine andere Sprache übersetzt werden soll, dann müssen wir es nach unserem Usus tun. Hier wird es von einer Gruppe verlangt, die erklärt, andere Sprachen nicht zu verstehen. Gestern haben wir den Bericht einer ganzen Kommission nach diesem Usus in aller Ruhe durchgeführt. Wenn eine Übersetzung in eine andere Sprache aus Demonstrationszwecken verlangt würde, so würden wir das ablehnen; wenn es aber den Zweck hat, daß man die Dinge, die hier zur Abstimmung kommen, versteht, so werde ich mich an den bisher geübten Usus halten. Wir sind stark genug, um vor der Geschichte und der Öffentlichkeit zu beweisen, daß unsere Nationalsprache das Hebräische ist und sein wird. Wenn Herr Locker für eine Gruppe die Übersetzung ins Jüdische verlangt, dann werden wir die Resolutionen übersetzen. JOSEF SCHECHTMANN (Rev., Estland): Ich bitte festzustellen, wer das verlangt (Lebhafte Unruhe). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Es ist schade um unsere Zeit; die Übersetzung in die Sprachen, die verlangt wurden, wird vorgenommen. Wir stimmen jetzt über Antrag VI ab. Antrag VI wird angenommen. Sodann werden in einfachen Abstimmungen Antrag VII (Immigration) und die Anträge über die Hachscharah (I und II) angenommen. Es sind folgende: Antrag VII: Der XVII. Zionistenkongreß wiederholt den Beschluß des XVI. Kongresses über die Notwendigkeit des Ausbaues des Palästinaamtes in Aden und der Förderung der landwirtschaftlichen Hachscharah der jemenitischen Immigranten. Antrag I betr. Hachscharah: Der XVII. Zionistenkongreß stellt mit Befriedigung das Wachstum der chaluzischen Jugendbewegung fest, die heute Zehntausende von Chaluzim umfaßt, welche trotz den schweren Bedingungen, unter denen die zionistische Bewegung steht, ausgeharrt haben. Gerade in der jetzigen kritischen Zeit erachtet es der Kongreß als eine unbedingte Notwendigkeit, die chaluzische Erziehung der jüdischen Jugend zu fördern, die Hachscharahtatigkeit nicht zu vermindern und diese durch eine entsprechende Unterstützung der verschiedenen Chaluzorganisationen seitens der Institutionen der zionistischen Bewegung und der Jewish Agency zu fördern und zu erweitern. Antrag II betr. Hachscharah: Der XVII. Zionistenkongreß fordert die Exekutive auf, den Beschluß des XVI. Kongresses über das Vorzugsrecht des Hachscharahbudgets innerhalb des allgemeinen Immigrationsbudgets zu beachten. BERICHTERSTATTER DOBKIN: In Bezug auf die Frage der Zusammensetzung der Palästina-Ämter gibt es vier Anträge, einen Vorschlag der Mehrheit der Kommission (Zwischenruf Dr. HOFFMANN: Es gibt doch keinen einzigen einstimmigen Vorschlag, alle sind doch Mehrheitsvorschläge). Alle bisherigen Anträge der Kommission wurden einstimmig angenommen. Außerdem gibt es drei MinderheitsVorschläge. Verliest die Vorschläge: