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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 375

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 375 (sequence 378)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8183-3484332
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Dobkin 375> auszunützen. Dieser Schritt mußte die Stellung der Regierung zu unserer Forderung auf Erhöhung der Einwanderung schädlich beeinflussen. Man darf nicht 1418 Zertifikate verlangen und sich dann ein solches Armutszeugnis ausstellen. Auch der Vorschlag der Exekutive, die Gültigkeit der bewilligten Zertifikate um drei Monate zu verlängern, und manche anderen Schritte sind zum guten Teil an der Herabsetzung der Zahl der Zertifikate auf 500 schuld. Wir sind der Meinung, daß ein Minimum an Chaluz-Alijah immer zu den Notwendigkeiten unseres Aufbauwerkes gehört. Es gibt im Lande viele Arbeitsgebiete, die nur von frischen Arbeitskräften erobert werden können, weil die Arbeiter, die schon längere Zeit im Lande sind, selbst in Zeiten von Arbeitslosigkeit aus gesundheitlichen und familiären Gründen nur schwer für diese Pionierarbeiten zu haben sind. Bei Regierungsarbeiten gibt es noch viele Möglichkeiten, in der Pflanzungszone können wir, wenn die bereits angepflanzten 60.000 Dunam in vollen Ertrag kommen, noch 10.000 Arbeiter unterbringen. Zur Eroberung dieser Arbeitsgebiete kommen aber nur die geistig und körperlich dazu vorbereiteten Chaluzim in Frage. Auch mit Rücksicht auf die Lage im Galuth, auf die Gewinnung der jüdischen Massen und die Erziehung der Juden in chaluzischem Sinne ist die Sicherung dieses Minimums dringend erforderlich. Auch die Lage unserer Fonds und der ganzen Bewegung ist davon zum Teil abhängig. Wir hielten es nicht für nötig, dieses notwendige Minimum durch einen Kongreßbeschluß für die nächsten Jahre festzusetzen, haben aber in einem internen Beschluß der Kommission seine Zahl mit 2500 Chaluzim für das nächste Jahr angesetzt. Eine spezielle Resolution wird Ihnen über die Vergrößerung der Einwanderung aus Rußland und Jemen vorgelegt. Die Lage der Juden in diesen Ländern zwingt uns, ihre Einwanderung nach Palästina bedeutend zu beschleunigen. Wir protestieren auch gegen die Ausweisungsbefehle der Palästinaregierung gegen palästinensische Juden. Jeder Jude ist in Palästina in seiner Heimat und kann daher nicht ausgewiesen werden. Die Kommission prüfte die Tätigkeit der Chaluzorganisationen und stellte mit Freude fest, daß es die Chaluzbewegung trotz aller Schwierigkeiten des Zionismus verstand, ihre Stellung zu festigen und die Zahl ihrer Mitglieder, vor allem der in Hachscharah befindlichen, bedeutend zu erhöhen. Die Notwendigkeit eines bestimmten Minimums von Chaluzeinwanderern erfordert eine konstante chaluzische Erziehung und Vorbereitung der Jugend, die wohl noch Jahrzehnte fortgesetzt werden muß. Dementsprechend muß der Umfang der Hachscharah festgesetzt werden. Die Tendenzen zur Verminderung oder gar Liquidierung der Hachscharah fanden bei uns kein Gehör, die Beschlüsse betreffend Hachscharah wurden von der Kommission einstimmig gefaßt. Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, daß die Kommission feststellte, daß die Organisation der Allgemein-zionistischen Chaluzim in. der Verteilung des Hachscharah-Budgets und in dem Anspruch auf die moralische und materielle Hilfe der Behörden unserer Organisation die gleichen Rechte wie die anderen Chaluzorganisationen haben soll. Wir haben die Frage der Zusammensetzung der Palästina-Ämter besprochen. In dieser Frage konnten wir zu keiner allgemeinen Übereinstimmung gelangen. Es werden Ihnen vier Vorschläge in dieser Frage vorgebracht werden. Ferner wird ein Antrag über die Organisierung der Arbeitsdepartements eingebracht werden.

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